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Daniel Wessig (l.) spielte für den THW Kiel bereits in der Champions League © imago

Der THW Kiel beendet seine Kooperation mit dem TSV Altenholz. Für den Zweitligisten ist das eine mittelgroße Katastrophe.

Von Annette Bachert

München - Beim THW Kiel weht seit dem Abtreten von Uwe Schwenker ein anderer Wind. Der TSV Altenholz ist der erste, der das zu spüren bekommt.

Laut "Kieler Nachrichten" teilte der neue THW-Manager Uli Derad dem TSVA-Betreuer Peter Linke mit, dass die beiden Vereine künftig nicht mehr zusammenarbeiten werden.

Dank der Kooperation konnten Nachwuchs-Spieler des THW in Altenholz trainieren und in der Zweiten Liga Spielpraxis sammeln.

Direkt betroffen sind die Jugend-Nationalspieler Hendrik Pekeler und Daniel Wessig, deren Abgänge für TSV-Coach Jens Häusler einen "extremen Qualitätsverlust" bedeuten.

"Um Pekeler wollen wir kämpfen"

Außerdem hat der TSV Altenholz, der in den letzten beiden Spielzeiten nur knapp dem Abstieg entging, diese Saison weitere sieben Abgänge zu beklagen, denen bis jetzt nur drei Neuzugänge entgegenstehen.

Das bedeutet, dass der derzeitige Kader aus nur zehn Akteuren besteht.

Linke fand deutliche Worte zu dieser Thematik: "Eigentlich wollten wir die Kooperation noch ausbauen. Darum war das ein Schlag ins Gesicht. Um Hendrik Peteler wollen wir aber kämpfen."

"Sinnlose Kooperation"

Auf Kieler Seite ist man sich keiner Schuld bewusst. Der Verantwortliche Derad sagte: "Wir handeln immer im Sinne der Spieler. Ein Hendrik Peteler soll in erster Linie eingebaut werden und mit Leuten wie Marcus Ahlm trainieren".

Außerdem gehe es ihm darum, dass der THW II gestärkt und damit der Klassenerhalt in der Regionalliga gesichert werde.

"So wie bisher ist die Kooperation sinnlos. Ein Pekeler hat in der letzten Saison keine zehn Trainingseinheiten bei uns verbracht", unterstützte THW-Coach Alfred Gislason die Entscheidung Derads.

"Keine Abhängigkeiten mehr"

"Es muss doch aber möglich sein, dass die Spieler mit Doppelspielrecht immer im direkten Anschluss oder vor uns trainieren, möglichst in derselben Halle, und sowieso immer bei uns im Training sind. Eine Abstimmung bei den Spieltagen gab es nicht", so Gislason weiter.

Auch Häusler konnte letzten Endes der neuen Situation Positives abgewinnen: "Wir haben unsere Selbstbestimmung wieder gewonnen. Es gibt keine Abhängigkeiten mehr."

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