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Erstes prominentes Sport-Opfer der Schweinegrippe: Kiels Dominik Klein © getty

Der Nationalspieler des THW Kiel ist das erste prominente Sport-Opfer des Virus, wird zu Hause von der Außenwelt isoliert.

München - Die weltweit grassierende Schweinegrippe hat auch den deutschen Sport erreicht.

Handball-Nationalspieler Dominik Klein vom deutschen Rekordmeister THW Kiel wurde positiv auf das Virus getestet.

Der 25 Jahre alte Linksaußen befindet sich aber bereits wieder auf dem Weg der Besserung. Das gaben die Kieler am Sonntag bekannt.

Dagegen sieht die Deutsche Fußball Liga (DFL) noch keine Gefahr für den Saisonauftakt in knapp zwei Wochen.

Drei Tage zu Hause isoliert

"Dominik wurde aus dem Trainingslager herausgenommen und vorsichtshalber für weitere drei Tage zu Hause isoliert. Ansteckungsgefahr besteht aber nicht mehr", erklärte Detlev Brandecker.

Der Kieler Mannschaftsarzt fügte an: "Ich gehe nach den derzeitigen Erkenntnissen davon aus, dass er bereits am Mittwoch wieder zur Mannschaft stoßen wird."

Brandecker sprach im Fall Klein von einer "milde verlaufenen Form der Schweinegrippe". 126233(DIASHOW: Die Transfers der Top-Klubs)

Klein fühlt sich schon "viel besser"

Grund zur Beunruhigung bestehe nicht. Weitere Untersuchungen innerhalb der Mannschaft sind derzeit nicht geplant, weil bislang kein Spieler über gesundheitliche Probleme klagte.

Klein ließ über die THW-Homepage ausrichten, dass es ihm mittlerweile schon "viel besser" gehe.

Der 98-malige Nationalspieler (202 Tore) hatte 2007 mit der Nationalmannschaft den WM-Titel gewonnen.

DFL ist noch gelassen

Bei der DFL ist man (noch) gelassen und will zunächst den weiteren Verlauf der Infektionskrankheit abwarten.

"Wir sind in Abstimmung mit den Behörden. Momentan sehen wir keinen Anlass, aktiv zu werden, beobachten jedoch die Entwicklung sehr genau", teilte DFL-Geschäftsführer-Spielbetrieb Holger Hieronymus mit.

Zuvor hatte bereits Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt erklärt, dass die Zuschauer trotz der Ansteckungsgefahr zumindest derzeit noch ins Stadion gehen können.

Ministerin beruhigt, aber...

"Wenn mein Heimatverein Alemannia Aachen nächste Woche spielen würde und ich Zeit hätte, würde ich hingehen", hatte Schmidt der Bild-Zeitung gesagt.

Sie schränkte jedoch ein: "Ob ich das im Oktober auch machen könnte, kann heute niemand voraussehen."

Dagegen warnte der Katastrophenschutzbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, Gerold Reichenbach: "Wenn das Virus noch gefährlicher wird und die Ansteckungsrate nach oben geht, müssen Großveranstaltungen wie Fußballspiele abgesagt werden."

Schon 3000 Erkrankungen

In Deutschland sind derzeit rund 3000 Menschen an der Schweinegrippe erkrankt. (Alle Handball-News)

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