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Oleg Velyky bestritt 59 Länderspiele für die Ukraine und 38 für Deutschland © imago

Der Nationalspieler will nach einer langen Leidenszeit beim HSV Hamburg angreifen. Er fühle sich so gut, wie seit Jahren nicht mehr.

Von Felix Götz

München - Hautkrebs, Kreuzbandriss, dann wieder ein Kreuzbandriss und anschließend erneut die niederschmetternde Diagnose Hautkrebs.

Oleg Velyky sorgte in den vergangenen Jahren neben sportlichen Glanzleistungen vor allem mit seiner Leidensgeschichte für Schlagzeilen.

Jetzt aber scheint der 31-jährige Rückraumspieler des HSV Handball besseren Zeiten entgegen zu blicken.

"Mir geht es so gut wie seit Jahren nicht mehr", sagt der deutsche Nationalspieler der "Bild", unmittelbar nach dem er mit dem HSV in die Saisonvorbereitung gestartet war.

Urlaub in der Heimat

Den Urlaub verbrachte der geborene Ukrainer mit der Familie in seiner Heimatstadt Brovary.

"Ich hatte die beste Zeit seit langem. Ich bin nur mal für Behandlungen kurz in Deutschland gewesen", meint Velyky, der sein Debüt im Team von Bundestrainer Heiner Brand 2005 gegen die Schweiz gab.

Velyky, das "Stehaufmännchen", ließ sich während seiner gesamten Leidenszeit nie unterkriegen.

"Jetzt geht's erst richtig los"

Dem HSV, bei dem er seit 2008 unter Vertrag steht, und der immer an Velyky festgehalten hatte, will er nun etwas zurückgeben.

"Jetzt geht's für mich erst richtig los. Ich habe keine Probleme. Fliege natürlich auch mit ins Trainingslager", sagt der Rechtshänder.

Trainer Martin Schwalb dürfte es besonders freuen. Schließlich war es der 46-Jährige, der immer wieder betont hatte: "Wir geben Oleg alle Zeit der Welt."

Meisterschaft als Ziel

Diese Zeit scheint jetzt gerade rechtzeitig gekommen, wo der HSV nach einer Saison voller Pleiten, Pech und Pannen große Ziele ausgibt.

"Wir wollen um die Deutsche Meisterschaft und den Champions-League-Titel mitspielen", gibt Schwalb die Richtung vor.

Allerdings weiß der frühere Nationalspieler (193 Partien), dass die Konkurrenz groß ist. Er hält wieder den THW Kiel für den Titelfavoriten.

"Wir sind gut besetzt, aber das ist kein Vergleich mit den anderen Mannschaften", sagt Schwalb, der aufgrund einer Achillssehnen-OP rund drei Monate auf Leistungsträger Pascal Hens verzichten muss.

Zuversichtlich bei Vori

Während die Mannschaft bereits Kondition und Kraft bolzt, haben die Verantwortlichen des Europapokalsiegers von 2007 noch Probleme zu lösen (126233DIASHOW: Die Transfers der Top-Klubs).

Neuzugang Ivor Vori trainiert zwar schon an der Elbe, hat aber noch keine Freigabe von seinem ehemaligen Verein RK Zagreb erhalten.

"Bei Zagreb hat Vori drei Monate kein Gehalt bekommen. Die haben alle Rechte an ihm verloren", ist Schwalb zuversichtlich und geht davon aus, dass der derzeit ziemlich klamme kroatische Klub bald einlenkt.

Eine Million Euro als Ablöse

Auch das Thema Domagoj Duvnjak zieht sich hin wie Kaugummi. Es ist weiterhin völlig offen, ob der 21-jährige Kroate bereits in der kommenden Saison, oder erst 2011 das HSV-Trikot überstreift.

Zagreb soll für die vorzeitige Freigabe des Rückraumspielers angeblich eine Million Euro fordern (Alle Handball-News).

HSV-Präsident Andreas Rudolph sagt dazu gegenüber "handball-world" nur: "Wir sind nicht bereit, auf jede Forderung von Zagreb einzugehen."

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