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Stefan Lövgren bestritt 268 Spiele im Trikot der schwedischen Nationalmannschaft © getty

Nach zwei hochkarätig besetzten Spielen brechen bei Stefan Lövgren die Dämme. Unter Tränen bedankt er sich bei Fans und Verein.

Von Annette Bachert

München - Schon der Empfang des schwedischen Top-Stars in der ausverkauften Kieler Sparkassen-Arena rührte die ersten Zuschauer zu Tränen.

Die Mini-Mannschaft, die Lövgren trainiert hatte, überreichte ihm Geschenke und sang ihm ein Ständchen.

Dann wurde es zum ersten Mal sportlich an diesem Tag: Das sogenannte "Alt"-Star-Game, bei dem der Schwede mit Handball-Größen wie Weltjahrhunderthandballer Magnus Wislander, Staffan Olsson und Nenad Perunicic gegen eine Auswahl von nicht mehr aktiven nationalen Stars antrat, folgte dem rührenden Auftritt der kleinen Handballer.

Zu wenig Ernst im Spiel

Lövgrens "Old"-Stars unterlagen dem Team um Jan Holpert, Stefan Kretzschmar und Christian Schwarzer mit 18:23. Lövgren verbuchte immerhin drei Treffer.

Obwohl sich niemand blamieren wollte, fehlte im Spiel teilweise der nötige Ernst, den sich Wislander gewünscht hätte: "Das kam zu kurz", mokierte der Ausnahmehandballer, "aber das hier ist etwas ganz Besonderes. Es erinnert mich an meine eigene Verabschiedung, und die werde ich nie vergessen."

Letzter Sieg für Lövgren

Im zweiten Spiel trat Lövgrens Weltauswahl 136878(DIASHOW: Der alte Schwede geht nicht allein) unter anderem mit Nikola Karabatic, Henning Fritz, Demetrio Lozano und Lars Christiansen gegen die aktuelle Mannschaft des THW Kiel an.

Dieses Spiel entschied die Weltauswahl, die in den blaugelben Farben der schwedischen Nationalmannschaft spielte, mit 35:32 für sich.

Erfolgreichste Torschützen waren Lövgren und Christian Schwarzer mit je sieben Treffern.

"Kiel immer in unseren Herzen"

Nach dem Schlusspfiff ließ sich der alte Schwede von allen Spielern herzlich umarmen und man sah ihm an, dass die Tränen bald wieder fließen würden.

Zuerst empfing der "Löwe" mit seiner Ehefrau Ann-Sophie und seinen Kindern Thea und Linus eine Urkunde als Ehrenspielführer und dann kam der persönliche Abschied.

Dem langjährigen THW-Kapitän stockte die Stimme und die Tränen konnte er auch nicht mehr zurückhalten, als er sich für "elf tolle Bundesligajahre" bedankte.

Aber das schönste Kompliment für Stadt und Verein kam zum Schluss: "Da war mehr, nicht nur sportlich. Unsere Kinder sind in Kiel geboren, auch das sind Gründe, dass Kiel immer in unseren Herzen bleiben wird."

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