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Kam 2007 von Frisch Auf Göppingen nach Lemgo: Michael Kraus (l.) © imago

Am 3. Spieltag der Handball-Bundesliga geben sich die Favoriten keine Blöße, Lemgo feiert gegen Wetzlar ein Schützenfest.

München - Titelverteidiger THW Kiel hat das erste Ausrufezeichen gesetzt, Nordrivale SG Flensburg-Handewitt das erste Spitzenspiel gewonnen, doch die Mannschaft der Stunde ist der TBV Lemgo.

Das Team von Weltmeister Markus Baur führt die Bundesliga nach dem 34:18 gegen die HSG Wetzlar mit der makellosen Bilanz von 6:0 Punkten an.

Trotz des gelungenen Starts ist beim Meister von 1997 und 2003 aber keine grenzenlose Euphorie ausgebrochen.

"Natürlich kann ich hier beruhigt sitzen und lachen. Wir gehen jetzt mit einer gewissen Sicherheit in die nächsten Aufgaben. Was der Start wirklich wert ist, wird sich erst zeigen", meinte Baur nach dem Sieg gegen schwache Gäste, denen in der zweiten Halbzeit lediglich vier Tore gelangen.

Kiel deklassiert Magdeburg

Hinter den Ostwestfalen folgt der punktgleiche Altmeister FA Göppingen (46:27 gegen Stralsund) als weiteres Überraschungsteam.

Flensburg weist nach dem 36:34 im Top-Duell gegen den VfL Gummersbach ebenfalls 6:0 Zähler auf, dahinter hat sich Rekordchampion Kiel nach der 33:21-Demonstration gegen den SC Magdeburg mit 5:1 Zählern auf Platz vier vorgeschoben.

"Das war ein großer Schritt nach vorne. Ich spüre eine Riesen-Erleichterung", sagte THW-Coach Alfred Gislason nach der starken Vorstellung gegen den bisherigen Tabellenführer.

Der SCM musste die Überlegenheit des Top-Favoriten anerkennen.

"Wir sind zurück auf dem Boden der Tatsachen, nachdem wir schon ein bisschen geträumt hatten", erklärte Sportdirektor Stefan Kretzschmar.

Göppingen bleibt bescheiden

Der Traum der Göppinger geht hingegen vorerst weiter, auch wenn Trainer Velimir Petkovic vom Saisonziel (Platz acht) nicht abrücken will:

"Wir genießen natürlich die Siege. Aber der Tabellenplatz ist eine Momentaufnahme."

Endspurt rettet Flensburg

Ex-Meister Flensburg schaffte es unterdessen nur durch einen Kraftakt gegen Gummersbach, die ersten Minuspunkte der Saison abzuwenden.

Mit 31:33 lag das Team von Coach Kent-Harry Andersson bis zur 55. Minute zurück.

"Mit Einstellung, Konzentration und Teamgeist haben wir das Spiel gedreht", so Andersson, der nur mit den ersten 20 Minuten restlos zufrieden war:

"Wenn wir so eine Leistung über die gesamte Spielzeit bringen, bekommt jeder Gegner Probleme."

Favoriten ohne Mühe

Keine Probleme hatten die Titelaspiranten HSV Hamburg und Rhein-Neckar Löwen (beide 4:0).

Der HSV besiegte Tusem Essen 36:31, die Löwen setzten sich bei den Füchsen Berlin 32:24 durch.

GWD Minden feierte einen 30:27-Auswärtssieg bei der HBW Balingen-Weilstetten.

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