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Lasse Svan Hansen verbuchte im Finale einen Treffer für die SG © getty

Flensburg gewinnt den Erima-Cup 2009, obwohl nicht nur zwei Verletzte fehlen. Beim HSV sind die Torhüter bereits in Top-Form.

Von Annette Bachert

München - Den ersten "Titel" der Saison hat sich drei Wochen vor dem Bundesliga-Auftakt die SG Flensburg-Handewitt gesichert:

Im Finale des Erima-Cups in Bremen feierte der Fünfte der letzten Saison gegen den Ligakonkurrenten SC Magdeburg einen souveränen 34:28 (17:12)-Sieg.

Obwohl die SG ohne Kapitän Michael Knudsen (Ellbogenverletzung), Abwehrspieler Johnny Jensen (Kniebeschwerden) und Lars Christiansen (Abschiedsspiel Stefan Lövgren) antrat, kamen die "Gladiators" nur in der 15. Minute beim 11:8 einmal auf drei Tore ran.

Außerdem musste die SG ab der 40. Minute auch auf Alexander Petersson wegen eines ausgekugelten Mittelfingers verzichten.

Trotzdem war spätestens beim zwischenzeitlichen 30:20 Mitte der zweiten Halbzeit klar, dass die Flensburger den ersten Erfolg der Saison einheimsen würden.

HSV-Keeper in Top-Form

Im "kleinen" Finale siegte der HSV Hamburg gegen den TBV Lemgo mit 32:28 (16:13).

Ohne Blazenko Lackovic (Schlag auf das linke Knie im Halbfinale) und Bertrand Gille (Fersenprobleme), dafür mit einem stark aufgelegten Johannes Bitter (zwölf Paraden in Halbzeit eins), setzten sich die Hamburger in einem hart umkämpften Spiel durch.

Aber auch Lemgo blieb von Verletzungen nicht verschont. Spielmacher Michael Kraus wurde mit Verdacht auf eine Oberschenkelzerrung nach wenigen Minuten bereits ausgewechselt.

Nicht zuletzt, weil sich Per Sandström in der zweiten Halbzeit, ähnlich wie Bitter, bereits in Top-Form präsentierte.

Kapitän Guillaume Gille war dennoch nicht zufrieden: "Man hat gesehen, dass wir noch viel zu tun haben werden. Aber wir haben gerade einmal zwei Wochen Vorbereitung hinter uns, und da ist das ganz normal, dass man noch nicht so weit ist."

Spannung im 7-Meter-Werfen

Noch weitaus spannender waren dagegen die beiden Halbfinalpartien zuvor verlaufen.

Im ersten Semifinale hatten sich die Flensburger von Trainer Per Carlen erst nach dem 7-Meter-Werfen gegen den TBV mit 29:28 durchgesetzt, nachdem es nach 60. Minuten 25:25 gestanden hatte.

Der TBV hat "noch viel Potential"

Matchwinner des Spiels war eindeutig der neue SG-Keeper Johan Sjöstrand, der im Siebenmeter-Werfen gleich vier Bälle hielt.

Der Sportliche Leiter des TBV, Daniel Stephan, zeigte sich trotz zweier Niederlagen nicht unzufrieden: "Wir haben sicherlich noch viel Potential nach oben, aber das muss zu diesem Zeitpunkt auch so sein. Alles in allem gefällt mir das sehr gut, was ich derzeit von der Mannschaft sehe."

Jansen und Flohr scheitern

Das zweite Halbfinale zwischen dem HSV und den Magdeburgern war ebenfalls erst im 7-Meter-Werfen entschieden worden.

Nach der regulären Spielzeit hatte es zwischen den beiden Ligakonkurrenten 27:27 (15:13) gestanden. In der "Verlängerung" zog der HSV den Kürzeren und verlor schließlich mit 29:31.

Torsten Jansen und Matthias Flohr verwandelten gegen den ehemaligen HSV-Keeper Jürgen Müller bzw. Gerrie Eijlers ihre Strafwürfe nicht. HSV-Trainer Martin Schwalb resümierte nach der Niederlage: "Die Vorbereitung ist dazu da, Fehler im Spiel aufzudecken."

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