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Bertrand Gille und sein Bruder Guillaume Gille spielen seit 2002 beim HSV Hamburg © getty

Bertrand Gille muss sich an der Achillessehne operieren lassen. Damit fällt der zweite Stammspieler für längere Zeit aus.

Von Rainer Nachtwey

München - Erneute Schreckensnachricht für den HSV Hamburg: Nach Pascal Hens fällt ein weiterer Leistungsträger längere Zeit aus.

Bertrand Gille muss sich operieren lassen. Bei dem Franzosen wurde ein Teilabriss der Achillessehne im linken Fuß diagnostiziert.

Die Verletzung hatte sich der Kreisläufer beim Turnier in Bremen zugezogen, als der HSV Platz drei hinter Sieger Flensburg-Handewitt und Magdeburg belegte.

"Ich habe nach einer Bewegung plötzlich einen stechenden Schmerz verspürt", sagt der 31-Jährige, der bei der Auftaktpartie gegen Magdeburg (29:31 nach Siebenmeterwerfen) das Feld vorzeitig verlassen musste, in der "Bild".

Zweite Meinung aus der Schweiz

"Ich habe anhand der Bilder einen Befund. Diesen werde ich absichern lassen", sagte Mannschaftsarzt Dr. Oliver Dierk.

Das geschah bei dem Schweizer Spezielisten, Dr. Bernhard Segesser, in Basel, der die Diagnose bestätigte.

Der Schweizer Mediziner hatte zuvor bereits Hens operiert, der den Hamburgern noch rund zwei Monate fehlen wird. Dem Weltmeister wurde ein Knochensporn entfernt.

"Es ist immer eine Katastrophe"

"Er fällt damit vier bis sechs Monate aus", so Dr. Dierk. In den nächsten Tagen wird Gille in Basel operiert.

"Es ist immer eine Katastrophe, wenn Bobo ausfällt. Wenn es wie jetzt aber die gesamte Hinrunde betrifft, ist es umso schlimmer für das Team. Wir wünschen ihm, dass er bald wieder auf die Beine kommt", zeigte sich HSV-Trainer Martin Schwalb bestürzt.

Der Ersatz für Gille kommt aus den eigenen Reihen. Trotz zweier Angebote wurde Ersatz-Kreisläufer Nicklas Grundsten vorerst nicht verkauft.

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