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Daniel Narcisse (l.) und Domagoj Duvnjak (r.) präsentieren sich in Nürnberg den Fans © getty

Wie im Vorjahr treffen im Supercup die Titel-Favoriten Kiel und Hamburg aufeinander. Es ist ein Schaulaufen der neuen Stars.

Von Björn Seitner

München - Es ist das traditionelle Auftakt-Spektakel vor Beginn der neuen Bundesliga-Saison:

Die Meiterschafts-Favoriten THW Kiel und HSV Hamburg kämpfen in Nürnberg um den Supercup (ab 20 Uhr live im DSF).

Eine Regeländerung ermöglicht das Aufeinandertreffen der beiden Schwergewichte, denn dieses Jahr misst sich Double-Gewinner Kiel nicht mit dem Pokalfinalisten Gummersbach, sondern mit dem Vizemeister Hamburg.

Es ist der erste Härtetest vor einer mit großer Spannung erwarteten Spielzeit.

Duell der Millionen-Transfers

"Der Supercup ist die erste richtige Standort-Bestimmung nach der Vorbereitung", sagte HSV-Trainer Martin Schwalb.

Spannend wird das Aufeinandertreffen vor allem wegen der Millionen-Neuzugänge beider Klubs.

Auf Kieler Seite der Franzose Daniel Narcisse, 29 Jahre alt, 192 Länderspiele, 601 Tore - auf Hamburger Seite der Kroate Domagoj Duvnjak, der mit seinen 21 Jahren fast 50 Länderspiele bestritten hat.

Offener Schlagabtausch

Vor allem Narcisse soll in Kiel die Abgänge von Nikola Karabatic, Vid Kavticnik (beide Montpellier) und Stefan Lövgren (Karriere beendet) kompensieren. (Neue Zeitrechnung bei Rekordmeister Kiel)

"Er ist ein spektakulärer Spieler, der für den THW nach den Abgängen sicher eine Verstärkung darstellt", sagte Florian Kehrmann, Rechtsaußen beim TBV Lemgo, zu Sport1.de.

Duvnjak wird in Hamburg von Landsmann Igor Vori verstärkt, der bei der WM im Januar zum wertvollsten Spieler gewählt wurde.

In der Nürnberger Arena ist also ein offener Schlagabtausch zu erwarten, wie auch Heiner Brand bei Sport1.de mit Blick auf die kommende Saison bestätigt: "Hamburg ist top besetzt und sicher auf einer Ebene mit Kiel. Ich erwarte ein offenes Rennen."

HSV bekommt die Möglichkeit zur Revanche

Hamburg könnte den Titelsammlern in Kiel schon vor der Saison den ersten Erfolg vermiesen und sich gleichzeitig für die Niederlage im vergangenen Jahr revanchieren.

Damals verlor der HSV in der Münchner Olympiahalle mit 28:33.

Beide Klubs werden die Chance nutzen und mit ihren Topspielern testen, was in der Vorbereitung erarbeitet wurde und in wie weit die Neuzugänge schon integriert sind.

THW-Manager Uli Derad glaubt zwar, dass seinem Team ein schweres Spiel bevorsteht, ist aber trotzdem optimistisch: "Unsere Vorbereitung verlief sehr gut. Alles ist offen".

Gummersbach in Not

Dass der HSV gegen den Double-Gewinner aus Kiel ran darf und nicht Pokalfinalist Gummersbach, wird die Oberbergischen nicht gerade freuen.

Denn die Finanzspritze durch den Supercup hätte dem sich in Existenznot befindenden VfL sicherlich gut getan.

Auslöser für die Regeländerung war übrigens - der HSV Hamburg.

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