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Schlacht um den Ball: Der Kieler Momir Ilic (Mi.) in der Hamburger Zange mit Lijewski (l.) und Lackovic © getty

Die Hansestädter schlagen den Deutschen Meister deutlich und holen sich den Supercup. Millionen-Neuzugang Narcisse bleibt blass.

Nürnberg - Der deutsche Vizemeister HSV Hamburg hat zum dritten Mal den Supercup gewonnen und Topfavorit THW Kiel einen Tag vor Beginn der 44. Saison einen herben Dämpfer versetzt.

Die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb setzte sich in der 16. Austragung des Wettbewerbs gegen Double-Sieger THW Kiel mit 35:28 (15:11) durch und untermauerte ihre Ambitionen, die Dominanz von Serienmeister THW in dieser Spielzeit zu brechen.

Bei der Neuauflage des Vorjahresduells vor 7.511 Zuschauern in der Nürnberger Arena lieferten sich die Nachbarn ein zunächst recht ausgeglichenes Duell.

Hamburg setzt sich vor der Halbzeit ab

Die Partie war lange geprägt von Fehlwürfen und starken Paraden der Torhüter Thierry Omeyer (THW) und Johannes Bitter sowie Per Sandström im HSV-Tor. Doch gegen Ende der ersten Hälfte konnte sich Hamburg absetzen.

Weil der THW zu lässig mit seinen Chancen umging, vergrößerte der HSV seinen Vorsprung auf zwischenzeitlich sieben Tore (37.).

Die Zebras gaben aber nicht auf und kamen kurz vor Spielende noch einmal bis auf zwei Tore heran - gegen den konzentrierten HSV reichte aber auch diese Energieleistung nicht zum sechsten Supercup-Sieg.

Narcisse zunächst auf der Bank

Das mit Spannung erwartete Debüt des französischen Neu-Kielers Daniel Narcisse ließ zunächst auf sich warten.

Der mit 1,3 Millionen Euro Ablöse teuerste Handballer der Welt gab seinen Einstand erst in der 17. Minute, spielte in der zweiten Hälfte länger und konnte kaum Akzente setzen.

Erst in der 38. Minute warf er sein erstes Tor. Auch das kroatische Ausnahmetalent Domagoj Duvnjak, mit 1 Million Euro teuerster Hamburger, zeigte seine Fähigkeiten nur sporadisch.

Wieder nicht ausverkauft

Wie in den vergangenen Jahren die Münchner Olympiahalle war nun auch die Arena in Nürnberg, wohin der Supercup wegen des Umbaus in der bayerischen Landeshauptstadt umgezogen war, nicht ausverkauft.

Nach einer Regeländerung kam nicht der unterlegene Pokalfinalist, sondern mit dem HSV der Zweite der Meisterschaft gegen Double-Sieger THW zum Zug.

Die Verantwortlichen bewiesen damit ein gutes Händchen, gab das Nordduell doch einen positiven Vorgeschmack auf die Liga.

Joachim Deckarm im Publikum

Unter den Augen von Ehrengast Joachim Deckarm, Mitglied des Weltmeister-Teams von 1978, zeigte Hamburg mit dem überragenden Hans Lindberg, warum ihm die Rolle des ersten Herausforderers zuzutrauen ist.

Kiel muss sich bis zum ersten Ligaspiel am Freitag in Melsungen steigern.

Hamburg hatte seinen besten Werfer in Hans Lindberg (10 Tore), beim THW traf Hendrik Lundström (6) am häufigsten.

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