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Volker Mudrow betreute den TBV Lemgo bereits von 2002 bis 2007 © imago

Der Neucoach ist sich des Drucks in Lemgo bewusst. Bei Sport1.de steckt er hohe Ziele und verrät, was er am TBV-Spiel vermisst.

Von Sebastian Binder

München - Heimsieg gegen Magdeburgs Gladiators, Auswärtssieg bei den Füchsen Berlin - Volker Mudrows Rückkehr zum TBV Lemgo hätte kaum besser sein können.

Doch der Meistertrainer von 2003 ist mit dem Spiel der Ostwestfalen noch nicht einverstanden: "Ich will vor allem die Schnelle Mitte wieder mehr in unser Spiel integrieren", sagt Mudrow zu Sport1.de.

Auch darüber hinaus sieht er wenige Tage nach seiner Inthronisierung "Baustellen, die abgearbeitet werden müssen", auch wenn er diese noch genauer ausmachen wolle.

Vom Umsturz überrascht

Warum das namhaft besetzte Team unter seinem Vorgänger Markus Baur und dem Sportlichen Leiter Daniel Stephan die Champions League verpasste, könne er "aus der Distanz schwer beurteilen". (85 Spiele live! Der große Wurf auf DSF.de)

Mit der Entlassung der beiden habe er nicht gerechnet. "Das alles kam sehr überraschend." Trotz der von Bundestrainer Heiner Brand gerügten Rauswürfe habe er aber nicht gezögert, die Nachfolge anzutreten: "Lemgo ist für mich eine Herzensangelegenheit, deshalb war es für mich klar, dass ich den Posten übernehmen werde", so der 40-Jährige.

"Kiel und Hamburg ein Bein stellen"

"Mu" ist sich des Druckes beim TBV sehr bewusst, schränkt aber ein: "Egal, wo man in der Bundesliga arbeitet, Druck ist immer da. Und dass bei einem Traditionsverein wie Lemgo der Erfolg im Vordergrund steht, ist selbstverständlich."

Und höchste Ziele setzt er sich ohnehin selbst: In der Bundesliga gelte es, die Qualifikation für die Champions League zu schaffen.

"Kiel und Hamburg sind die Favoriten, aber wir werden unser Möglichstes tun, um diesen beiden ein Bein zu stellen", sagt Mudrow. (DATENCENTER: Bundesliga)

Mudrow: Kader besser als 2002/03

Und international zählt für den gebürtigen Braunschweiger nur der Titel: "Ganz einfach: Den EHF-Cup wollen wir gewinnen", stellt er klar.

Der Kader der Lemgoer sei sogar besser aufgestellt als in der damaligen Rekordsaison 2002/03.

Diese Zeiten sollen wieder aufleben, vielleicht auch deshalb ist Mudrow nicht händeringend um Kontakt zum Vorgänger Baur bemüht: "Ich habe ihm eine SMS geschrieben. Aber ein persönliches Gespräch hat es noch nicht gegeben."

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