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Die Löwen beendeten die vergangene Saison als zwei Punkte hinter Hamburg als Dritter © imago

Die Löwen müssen im Top-Spiel gegen Hamburg siegen, um einen Fehlstart zu verhindern. Ein HSV-Schlüsselspieler droht auszufallen.

Von Julian Meißner

München - Für die einen ist es die erste echte Belastungsprobe, für die anderen schon ein kleines Endspiel: In der Spitzenpartie des 3. Spieltages empfangen die Rhein-Neckar Löwen am Freitag (19.45 Uhr LIVESCORES und beim DSF) den HSV Hamburg.

Die Hanseaten sind mit zwei Siegen in Großwallstadt und gegen Melsungen in die Saison gestartet und tankten zuvor beim Supercup-Sieg gegen Rekordchampion THW Kiel Selbstvertrauen.

Die Löwen dagegen mühten sich zum Auftaktsieg gegen Aufsteiger Lübbecke und verloren ihr zweites Spiel in Kiel.

"Ich gehe davon aus, dass wir den HSV schlagen", sagte Manager Thorsten Storm nach der klaren Niederlage selbstbewusst - wohl wissend, dass sich sein Klub bei einer weiteren Pleite eine hohe Hypothek im Titelrennen aufhalsen würde.

Fritz fordert Sieg

Auch wenn sich die Badener in der Rolle des Außenseiters gefallen - ein Start mit 2:4 Punkten würde trotz des schweren Auftaktprogramms nicht in die Vorstellungen der Strippenzieher bei der dritten Kraft im deutschen Handball passen.

"Das Spiel sollten wir schon gewinnen, wenn wir nicht gleich zu Saisonbeginn deutlich hinterher rennen wollen", so Keeper Hennig Fritz. (85 Spiele live! Der große Wurf auf DSF.de)

"Es ist ja normal, dass von einem Titel geträumt wird, schließlich investiert der Verein auch sehr viel und möchte irgendwann dafür belohnt werden", sagt Trainer Ola Lindgren vor dem Nord-Süd-Gipfel.

Noch zwei Neuzugänge

Mit den Neuzugängen um Superstar Olafur Stefansson, dem deutschen Nationalspieler Michael Müller und Kreisläufer Carlos Prieto aus Spanien haben die Löwen ihren Kader in der Breite noch einmal verstärkt.

Und die Ressourcen der Geldgeber um Hauptsponsor Pandora scheinen unbegrenzt: Nach der Verletzung von Regisseur Grzegorz Tkaczyk verpflichtete man kurzerhand mit 126233Snorri Gudjonsson und Nikola Manojlovic zwei weitere Rückraumspieler.

Vorbereitung mit Makeln

Problematisch ist, dass die Summe der Einzelspieler noch lange keine intakte Einheit bildet. Die Vorbereitung verlief durchwachsen, dementsprechend holprig war der Start in die Liga.

"Wir sind keine fertige Mannschaft", gab Lindgren im Interview mit Sport1.de vor der Partie in Kiel zu.

Für den Schweden hat Hamburg das gleiche Niveau wie Kiel: "Aber wir sind ganz sicher in der Lage, sie zu schlagen."

Schwalb warnt vor Stefansson

Auf Seiten der Hamburger warnt Trainer Martin Schwalb trotz der guten HSV-Frühform: "Bei den Löwen sind alle Position top besetzt und strahlen jederzeit Gefahr aus. Es ist eine ganz wichtige Aufgabe für uns, das Offensivspiel des Gegners erfolgreich zu stören, um am Ende auch erfolgreich zu sein."

Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Isländer Stefansson im rechten Rückraum. Schwalbs Urteil: "Dieser Spieler bereitet jedem Trainer Kopfzerbrechen. Er spielt unglaublich intelligent und ist enorm torgefährlich."

Jansen fraglich

Allerdings droht beim HSV just der Spieler auszufallen, der die Kreise des ehemaligen Magdeburgers in der Deckung stören soll. Torsten Jansens Einsatz in der SAP-Arena ist aufgrund von Knieproblemen fraglich - ausgerechnet vor seinem 250. HSV-Pflichtspiel.

Daneben fallen die Langzeit-Rekonvaleszenten Pascal Hens, Bertrand Gille und Oleg Velyky aus.

Bielecki in Wurflaune

Auf der linken Seite der Löwen, die neben Tkaczyk auf Andrej Klimovets (Knie) verzichten müssen, läuft mit Karol Bielecki ein Shooter der alten Schule auf.

Der kurz geschorene Pole mit dem unwiderstehlichen Armzug hat sich mit 18 Treffern in zwei Spielen auf Rang zwei der Torschützenliste geballert und dürfte auch die HSV-Keeper Johannes Bitter und Per Sandström vor eine schwere Aufgabe stellen.

Ein Blick auf die Historie verheißt nichts Gutes aus Hamburger Sicht: In der SAP-Arena hatten die Gastgeber in den letzten Jahren immer die Nase vorn.

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