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Holger Glandorf hat bei der HSG Nordhorn einen Vertrag bis 2010 © imago

Die finanziell angeschlagene HSG soll einen neuen Geldgeber haben. Außerdem steht der Bundesligist vor einer Namensänderung.

Nordhorn - Der mit finanziellen Problemen kämpfende Bundesligist HSG Nordhorn scheint auf dem Weg aus der Krise zu sein.

Laut "Sport Bild" soll der Wirtschaftsverband Lingen neuer Geldgeber der HSG werden, der nach eigenen Angaben derzeit 500.000 bis 700.000 Euro zur Deckung des Etats fehlen.

"Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung", sagt HSG-Manager Bernd Rigterink der Zeitschrift.

Im 22 Kilometer von Nordhorn entfernten Lingen soll spätestens 2011 die 7000 Fans fassende Emsland-Arena entstehen - mit dem Bundesligisten als Hauptattraktion.

HSG vor Namensänderung

Lingen soll nun jährlich die Hälfte der Brutto-Lohnsummen der HSG übernehmen, was einer knappen Million Euro entspräche.

Zudem soll kurzfristig eine Namensänderung in HSG Nordhorn-Lingen bevorstehen. Am Mittwoch werden in Nordhorn weitere Details bekannt gegeben. Auch HBL-Chef Frank Bohmann wird bei der Pressekonferenz anwesend sein, denn der HSG droht weiterhin eine Bestrafung durch die HBL.

Punktabzug droht

Laut Bohmann will man in dieser Woche "die genauen Anforderungen an ein Sanierungskonzept stellen. Für die Vorlage geben wir Nordhorn vier Wochen Zeit. Eine Bestrafung wegen Nichterfüllung der Lizenzauflagen wurde bereits ausgesprochen".

Nordhorn, das die Lizenz für diese Saison im Mai unter Auflagen erhalten hatte, wurde mit einer Strafe von 5500 Euro belegt.

"Eine weitere Bestrafung ist nach Überprüfung der noch vorzulegenden Zahlen möglich", sagte Bohmann. Dem Bundesligisten droht ein Abzug von bis zu acht Punkten. Bohmann soll nun eine Verschärfung der Auflagen für Nordhorn erwägen.

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