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Sead Hasanefendic trainierte das tunesische Nationalteam, ehe er zum VfL kam © imago

Vor dem Spiel der Gummersbacher gegen den HSV macht VfL-Coach Hasanefendic seinem Team mit der Erinnerung an den Pokalerfolg Mut.

Von Felix Götz

München - Nach der 29:36 (14:13)-Niederlage beim THW Kiel steht für den VfL Gummersbach bereits das nächste Spitzenspiel vor der Tür.

Am Mittwoch (ab 19.15 Uhr LIVESCORES und LIVE im DSF) kommt Hamburg in die Kölner Arena.

"Der HSV gehört zu den besten Mannschaften der Welt, sie sind klarer Favorit", stellte VfL-Trainer Sead Hasanefendic klar.

Dennoch glauben die Gummersbacher gegen den HSV, der bisher alle seine Spiele in der Bundesliga gewonnen hat, an eine Überraschung.

Wie gegen Kiel

"Wir müssen auf der starken Leistung der ersten Hälfte gegen Kiel aufbauen. Wenn wir unserer Linie treu bleiben und mit Disziplin, Konzentration und Kampfeslust auftreten, ist alles möglich", glaubt Hasanefendic.

Grund zur Hoffnung geben die bisher ordentlichen Auftritte des zwölfmaligen deutschen Meisters (5:3 Punkte, Platz acht). (DATENCENTER: Tabelle und Ergebnisse)

Nur das Remis im Heimspiel gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke verhinderte, dass man bei den Oberbergischen von einem richtig guten Saisonstart spricht.

"Das bleibt unvergessen"

Wie man dem Hamburger Starensemble ein Bein stellt, wissen die Gummersbacher ganz genau.

Schließlich ließ der VfL in der letzten Saison durch einen 35:28-Sieg im Halbfinale des DHB-Pokals den letzten Titeltraum des HSV platzen.

"Dieser Sieg bleibt unvergessen. Vielleicht gelingt uns wieder eine Überraschung", meint Hasanefendic.

Finanzielle Schieflage

Während sportlich beim Europapokalsieger von 2009 alles in einigermaßen geordneten Bahnen verläuft, drückt der Schuh im finanziellen Bereich nach wie vor ziemlich.

Deshalb wurde beim VfL die Aktion "VfL macht Schule" eingeführt, um mehr Menschen aus der Großregion Köln auf den Klub aufmerksam zu machen.

Dabei besucht immer ein VfL-Profi eine Schule, trainiert mit den Jugendlichen und beantwortet aufkommende Fragen.

Angriff auf Kiel

Die Hamburger haben dagegen kaum Sorgen. In dieser Saison soll der THW Kiel endlich vom Sockel gestoßen werden, die Meisterschaft wird an der Elbe herbeigesehnt.

Den Kader dazu hat Trainer Martin Schwalb ohne Zweifel, ein dickes Ausrufezeichen setzte sein Team bereits mit dem 34:30-Erfolg bei den Rhein-Neckar Löwen.

Aber der 46-Jährige hat großen Respekt vor den Gummersbachern, wie er in der "Bild" zugab: "Wer gegen Kiel eine Halbzeit gewinnt, ist stark. Das war beeindruckend."

HSV ohne Lijewski

Immerhin haben die Hamburger außer den langzeitverletzten Pascal Hens (Fuß-OP) und Bertrand Gille (Achillessehnen-Riss) wieder fast alle Mann an Bord.

Schwalb rechnet fest mit den Einsätzen der zuletzt kürzer getretenen Guillaume Gille, Torsten Jansen, Blazenko Lackovic und Hans Lindberg.

Ein Fragezeichen steht nur noch hinter dem Einsatz von Marcin Lijewski, der sich eine Grippe eingefangen hat.

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