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In der vergangenen Saison hatte Lemgo die Kieler mit 34:27 bezwungen © getty

Das Duell zwischen Kiel und Verfolger Lemgo verspricht einen heißen Tanz. Doch beide Teams kämpfen mit allerlei Problemen.

Von Sebastian Binder

München ? Das Spitzenspiel der Bundesliga steht an. Wenn der Tabellenerste THW Kiel auf den Vierten TBV Lemgo trifft, ist ein heißer Tanz garantiert (ab 20.15 Uhr LIVESCORES ab 20 Uhr LIVE im DSF).

Doch beide Teams sind mit dem Start in die noch junge Saison nicht wirklich zufrieden.

Trotz des Sieges in der Champions League über Ademar Leon sind in Kiel weder Fans noch Kritiker über das Auftreten ihrer Mannschaft glücklich.

"Wir sind sehr holprig gestartet", bekennt auch Linksaußen Dominik Klein, "allerdings wissen wir selber, was wir noch zu ändern haben und wie wir weiter kämpfen müssen."

Probleme in Hälfte eins

Insbesondere die Schwierigkeiten der Kieler zu Beginn der Partien stechen dem Beobachter ins Auge.

Bislang konnte der Deutsche Meister das mit einer Leistungssteigerung im zweiten Durchgang allerdings stets kompensieren.

Ein Grund für die Anlaufschwierigkeiten ist wohl, dass der THW den Abgang seiner drei Starspieler Stefan Lövgren, Nikola Karabatic und Vid Kavtinic noch immer nicht verkraftet hat.

Gislason "nicht beunruhigt"

Die prominenten Neuzugänge, allen voran Daniel Narcisse und Momir Ilic, konnten diese Lücke noch nicht vollends schließen.

Trainer Alfred Gislason gibt sich dennoch betont gelassen: "Ich bin überhaupt nicht beunruhigt. Es ist ein normaler Prozess, die Neuzugänge zu integrieren."

Trotzdem weiß auch der Coach: "In den nächsten Spielen müssen wir aber besser spielen."

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Galia rechnet nicht mit Erfolg

Bei Gegner Lemgo herrscht auch nicht unbedingt Zufriedenheit. Nach der katastrophalen Vorbereitung und der Entlassung von Markus Baur und Daniel Stephan ist die Bundesliga-Bilanz mit vier Siegen aus fünf Spielen eigentlich positiv. (DATENCENTER: Der 6. Spieltag)

Keeper Martin Galia rechnet jedoch nicht mit einem Erfolg gegen die Kieler, denn "wir wissen, dass wir nicht in optimaler Form sind." Trotzdem wäre ein gutes Ergebnis "für das Selbstvertrauen sehr wichtig."

Der Tscheche ist nach seiner Dopingsperre wieder spielberechtigt. Das schlechte Gewissen wird indes noch bleiben: "Ich weiß, dass ich den guten Namen des TBV Lemgo beschmutzt habe."

Gegen Kiel freut sich Galia vor allem auf das Wiedersehen mit seinem Nationalmannschaftskollegen Filip Jicha. Der stand früher bei Lemgo unter Vertrag und wirft mittlerweile seine Tore für die Nordlichter.

Kehrmann erneut am Kreis?

Mut dürfte den Lemgoern ein Rückblick in die letzte Saison machen. Der TBV war der einzige Bundesliga-Verein, der die Kieler in die Knie zwingen konnte.

Um dies auch heute zu schaffen, greift Trainer Volker Mudrow womöglich wieder auf eine ungewöhnliche Variante zurück. Wie beim Derby-Sieg gegen Lübbecke könnte Florian Kehrmann erneut am Kreis spielen.

In puncto Rechtschreibung haben die Ostwestfalen jedenfalls schon mal die Nase vorn.

Nach dem Spiel der Kieler gegen Leon meinte THW-Flügelflitzer Klein: "Man muss die THW-Verantwortlichen darauf hinweisen, dass Ilic mit einem I geschrieben wird und nicht, wie auf dem Trikot, mit zwei."

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