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Per Carlen begann seine Trainerkarriere in der Schweiz bei St. Gallen © getty

Bei der SG hängt nach der ersten Saisonpleite der Haussegen schief. Der HSV bleibt ungeschlagen und feiert eine Wiederkehr.

Flensburg/Hamburg - Nach der ersten Saisonniederlage hängt beim Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt der Haussegen schief.

Der 28:31 (13:14)-Pleite der Norddeutschen beim TuS N-Lübbecke und der damit verpassten Tabellenführung folgte das Donnerwetter vom Manager.

"Das war eine desaströse Leistung", sagte Holger Kaiser und sprach von "Alibi-Handball" und fehlender Leidenschaft.

Ausgerechnet vor dem Spitzenspiel gegen den Erzrivalen THW Kiel am Mittwoch (20.15 Uhr/live im DSF) erhielten die großen Ambitionen der SG einen herben Dämpfer (85 Spiele live! Der große Wurf auf DSF.de).

Trauriger Rekord

"Wir wären gerne als Tabellenführer in das Spiel gegen Kiel gegangen", sagte Linksaußen Lars Christiansen, der mit neun Toren bester Flensburger Werfer war. Für den Dänen war es das 597. Spiel im Trikot der Schleswig-Holsteiner, womit er Jan Holpert als Rekordspieler des Klubs ablöste.

Ein trauriger Rekord: "Natürlich hatte ich mir dieses Spiel anders vorgestellt."

Jurecki wieder voll da

Doch vor allem gegen den starken Michal Jurecki im Rückraum der Gastgeber fand Flensburg kaum ein Mittel (Stenogramme 6. Spieltag).

Angetrieben von dem nach einer Verletzung wiedergenesenen Polen, der es ebenfalls auf neun Treffer brachte, erkämpfte sich der Aufsteiger schnell eine Führung und ließ sich auch durch den einzigen Rückstand im Spiel Mitte der zweiten Halbzeit (19:20) nicht aus dem Rhythmus bringen.

Gleichauf mit Frisch Auf

"Die Abwehr muss stabiler stehen, und im Angriff darf man keinen Alibi-Handball zeigen, wenn man in Lübbecke gewinnen will", sagte Kaiser.

Zwar behaupteten die Flensburger trotz der Niederlage ihren zweiten Tabellenplatz, allerdings liegt man nun gleichauf mit Frisch Auf Göppingen, das mit dem 33:24 (15:9)-Sieg bei der HSG Wetzlar den fünften Saisonerfolg feierte und auf Rang drei vorrückte (DATENCENTER: Der 6. Spieltag). .

Löwen mit Mühe

Mit etwas mehr Mühe fuhren die Rhein-Neckar Löwen bei der MT Melsungen den vierten Sieg ein. Der Champions-League-Teilnehmer gewann 28:26 (15:15), entging dabei aber nur knapp einer Pleite.

"Wir haben nicht erwartet, dass es ein Spaziergang wird. Die Mannschaft hat sich durchgekämpft", sagte Löwen-Trainer Ola Lindgren.

Hens feiert Comeback

Seine weiße Weste wahrte der HSV Hamburg. Die Hanseaten gewannen am Sonntag 34:23 (14:14) gegen GWD Minden und sind damit als Tabellenzweiter das einzige verlustpunktfreie Team der Liga.

Dabei feierte Nationalspieler Pascal Hens in der 46. Spielminute sein Comeback nach dreimonatiger Verletzungspause wegen einer Operation an der Achillessehne.

Heinevetter nicht zu überwinden

Auch der VfL Gummersbach verbuchte einen Auswärtssieg. Der EHF-Pokalsieger setzte sich mit 26:21 (16:11) bei der HBW Balingen-Weilstetten durch. Weiterhin ohne Sieg bleibt der TSV Dormagen.

Das Tabellenschlusslicht unterlag beim TV Großwallstadt mit 26:28 (14:14).

Am Sonntag kamen die Füchse Berlin zu einem 32:23 (15: 9)-Erfolg gegen den Aufsteiger TSV Hannover-Burgdorf. Großen Anteil an dem Erfolg hatte Torhüter Silvio Heinevetter, der fünf Siebenmeter parierte.

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