vergrößernverkleinern
Mit 13 Treffern bester Kieler Shooter gegen Flensburg: Neuzugang Momir Ilic © imago

Flensburg erkennt die Machtdemonstration der Kieler neidlos an. Deren bester Shooter sieht allein den HSV auf Augenhöhe.

Flensburg - Nach seiner eindrucksvollen Demonstration der Stärke erntete der deutsche Champion THW Kiel sogar Lob vom Erzrivalen.

"Das war ein bärenstarker THW, das war eine Lektion für meine Spieler", sagte Trainer Per Carlen nach der deutlichen 33:41 (17:21)-Niederliga seiner SG Flensburg-Handewitt im Nordderby gegen den Rekordmeister.

Flensburgs Europameister Lars Christiansen stellte anerkennend fest: "Sie haben fantastisch gespielt, da war nichts zu machen." (Stenogramme 7. Spieltag)

Die Kieler boten in der Flensburger Campushalle Tempo-Handball vom Feinsten und hatten in Momir Ilic (13 Treffer) einen überragenden Spieler in ihren Reihen.

Ilic: Derby stets im Kopf

"Seit ich im Sommer nach Kiel kam, haben wir über dieses Derby gesprochen. Wir haben eine hohe Qualität in der Mannschaft und sind auf einem guten Weg", sagte der Neuzugang vom VfL Gummersbach.

Durch den Gala-Auftritt eroberte der THW mit 13:1 Punkten die Tabellenführung vom HSV Hamburg (12:0) zurück.

Obwohl noch nicht einmal ein Viertel der Saison absolviert ist, deutet alles auf einen heißen Zweikampf um den Titel zwischen den Nordklubs hin. (DATENCENTER: 7. Spieltag)

Omeyer muss gar nicht glänzen

"Auch Hamburg hat viel Qualität. Das ist eine gute Mannschaft, aber wir denken nur an unsere Spiele", meinte Rückraum-Ass Ilic.

In Flensburg tat es der ehemalige Champions-League-Sieger mit Erfolg. Dabei hatte Kiels Welthandballer Thierry Omeyer im Tor nicht einmal seinen besten Tag erwischt.

"Schnelle Mitte, Gegenstöße und unser Angriff waren für den Sieg ausschlaggebend", sagte der Franzose.

Gislason sieht "perfektes Spiel"

THW-Trainer Alfred Gislason hatte ein "perfektes Spiel" seiner Mannschaft gesehen. Kiel gab damit die richtige Antwort auf den ersten Punktverlust der Saison in der vergangenen Woche gegen den TBV Lemgo.

Hinter Kiel, Hamburg und Altmeister FA Göppingen (10:2) haben sich die Rhein-Neckar Löwen (10:4) durch ein souveränes 34:24 (16: 10) bei Aufsteiger TSV Hannover-Burgdorf auf Rang vier verbessert.

Löwen ganz souverän

"Wir haben sehr diszipliniert agiert und nur wenige technische Fehler gemacht. Die Richtung stimmt", meinte Trainer Ola Lindgren nach der überzeugenden Vorstellung seines Teams.

Zum Forum - Jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel