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Christian Schwarzer (r.) als Löwen-Spielertrainer gegen den Göppinger Manuel Späth © imago

Der Weltmeister fühlt sich schon nach dem ersten Spiel bei FA Göppingen in Doppelfunktion als Löwen-Spielertrainer überfordert.

Stuttgart - Weltmeister Christian Schwarzer hatte schon nach dem ersten Spiel in seiner Doppelfunktion als Spielertrainer beim Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen genug.

"Es ist auf Dauer aussichtslos, beide Jobs gemeinsam zu machen", sagte der 38-Jährige nach dem 31:31 bei Altmeister FA Göppingen.

"Es ist unglaublich schwer, Entscheidungen zu treffen, wenn du Spieler und Trainer bist. Das geht in der Oberliga, aber nicht in der Bundesliga", meinte "Blacky", der sich acht Minuten Einsatzzeit gönnte.

Daher hat der selbst ernannte Titelanwärter (6:4 Punkte) nach dem dritten Spiel in Folge ohne Sieg einen Plan B entwickelt.

Bechtold soll Schwarzer entlasten

Rolf Bechtold, Trainer der Regionalligamannschaft und Leiter des Nachwuchszentrums der Löwen, soll Schwarzer während der Spiele von der Bank aus entlasten.

Kreisläufer Schwarzer soll die Motivationsarbeit vor den Begegnungen übernehmen. Dem 56 Jahre alten Lehrer Bechtold wurde ein entsprechendes Angebot unterbreitet, am Montag soll eine Entscheidung fallen.

Flensburg an die Tabellenspitze

Vizemeister SG Flensburg-Handewitt hat unterdessen die Gunst der Stunde genutzt und sich durch ein 40:28 gegen den punktlosen Aufsteiger Stralsunder HV mit der weißen Weste von 10:0 Punkten an die Tabellenspitze gesetzt.

Flensburg kam erst nach dem Wechsel gegen Außenseiter Stralsund in Schwung. "Wir haben den Gegner anscheinend unterschätzt", meinte SG-Coach Kent-Harry Andersson nach der mageren Drei-Tore-Führung zur Pause.

Angetrieben vom dänischen Europameister Lars Christiansen (11 Tore) setzte sich der Favorit nach der Halbzeit schnell ab.

"Das ist ein toller Start mit fünf Siegen. Das Auftaktprogramm war aber auch moderat", sagte Teammanager Anders Dahl-Nielsen.

Lemgo als erster Verfolger

Erster Verfolger ist Ex-Champion TBV Lemgo (9:1) nach einem souveränen 32:21 gegen Tusem Essen.

Dahinter folgen Göppingen und Titelverteidiger THW Kiel (beide 9:1).

HSV verbessert

Der THW-Nordrivale HSV Hamburg (6:2) hat die überraschende Niederlage in Dormagen verarbeitet und sich beim 28:22 gegen den SC Magdeburg verbessert präsentiert.

"Das war ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung. Die Laufwege und die Abstimmung sind aber noch nicht optimal", sagte Trainer Martin Schwalb.

Füchse schlagen Dormagen

Die Füchse Berlin machten mit dem knappen 28:27 (16:13) gegen Aufsteiger TSV Dormagen bereits den vierten Saisonsieg perfekt.

Der VfL Gummersbach verbesserte sich durch das 31:26 (14:13) bei GWD Minden auf 6:4 Punkte.

Im Tabellenkeller verbuchte HBW Balingen-Weilstetten beim 33:28 gegen MT Melsungen den ersten Saisonsieg.

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