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Per Carlen wurde als Kreisläufer mit Schweden Welt- und Europameister © getty

Flensburgs Coach Carlen schreibt nach der Niederlage beim HSV die Champions League ab. Hamburg hat "Selbstvertrauen ohne Ende".

Von Jürgen Blöhs

Hamburg - "Spitzenreiter, Spitzenreiter" hallte es nach dem beeindruckenden 37:32-Erfolg des HSV Hamburg über die SG Flensburg-Handewitt durch die Color Line Arena.

Die Fans feierten ihre Stars und die genossen das Bad in der Menge.

"Handball ist in Hamburg angekommen", freute sich Martin Schwalb nach der Partie. "Früher waren die Nord-Derbys gegen Kiel und Flensburg immer Auswärtsspiele für uns, weil die so viele Fans mitbrachten, heute sichern sich die Hamburger die Karten."

"Wir freuen uns über einen schönen Sieg. Wir haben immer eine Antwort gefunden, wenn Flensburg mal das Gefühl hatte, sie können wieder rankommen", analysierte der HSV-Coach die überlegene Vorstellung seines Teams.

"Die Tabellenführung ist ein schönes Gefühl, aber nicht mehr als eine Momentaufnahme", tritt Schwalb auf die Euphoriebremse.

Eine Einstellung, die auch seine Spieler verinnerlicht haben (DATENCENTER: Die Bundesliga) .

T-Frage ist tabu

Zwar habe die Mannschaft nach sieben Siegen in Folge "Selbstvertrauen ohne Ende" und sei "eine Einheit", aber "die Frage nach dem Titel geht mir auf den Sack. Die Meisterschaft wird im Mai entschieden", beschreibt Matthias Flohr die Stimmung im Team.

"Der Druck ist da, sich keinen Ausrutscher leisten zu können", so der 27-jährige Linksaußen weiter.

"Wir strotzen vor Selbstvertrauen"

"Es war ein Sieg ohne Probleme. Wir strotzen derzeit vor Selbstvertrauen", analysierte Johannes Bitter den bereits dritten Sieg in der Saison nach Erfolgen bei den Rhein-Neckar-Löwen und in Lemgo über einen Konkurrenten im Kampf um den Titel.

Der Keeper ist "stolz darauf, die Fans bis in die obersten Ränge zu erreichen. Sie haben den Titel verdient, aber es ist noch ein langer Weg", so der Keeper.

Ein Weg, den Flensburg bereits nach acht Spielen abgebrochen hat.

Flensburg hakt Champions League ab

"Ich hoffe, dass wir am Ende der Saison Platz fünf halten", verabschiedete sich Per Carlen vom Saisonziel Champions-League-Teilnahme.

Seinem Team war nach Niederlagen gegen zwei Teams "der großen Vier" die Nervosität des Gewinnenmüssens anzumerken.

"Ich bin nicht zufrieden. Wir haben zu viele technische Fehler gemacht", so der Trainer nach der erneuten Pleite.

"Hamburg und Kiel ist eine andere Welt" so der Schwede. Einen Titelfavoriten hat Carlen, der mit seinem Team bereits gegen beide Nord-Rivalen verloren hat nicht. "Der HSV und Kiel sind auf einem Niveau", erwartet er einen Zweikampf um den Titel.

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