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Jesper Jensen spielt seit 2001 in der dänischen Nationalmannschaft © imago

Europameister Jesper Jensen steht aufgrund der langen Ausfälle von Hens und Velyky beim HSV ganz oben auf der Wunschliste.

Von Felix Götz

Hamburg/München - Zwei Ausfälle sorgen für Aktivität auf dem Transfermarkt.

Pascal Hens ist nach seiner schweren Verletzung (Schienbeinkopf-Fraktur mit Gelenkbeteiligung) bei den Olympischen Spielen weiter auf unabsehbare Zeit nicht einsatzfähig.

Auch Oleg Velyky braucht noch Zeit. Er soll nach seiner Krebserkrankung zwar auf dem Weg der Besserung sein, wie lange er noch ausfällt, weiß aber keiner so genau.

Da liegt es nahe, dass sich die Hamburger nach Unterstützung für den Rückraum oder die Spielmacherposition umschauen.

Es läuft nicht

Zumal es in der Bundesliga bisher eher mäßig läuft. Zwar steht der HSV mit drei Siegen aus vier Spielen von den Ergebnissen her gar nicht so schlecht da.

Aber gegen Wetzlar und Essen tat sich der HSV schwer und gegen Aufsteiger Dormagen blamierte sich der Champions-League-Halbfinalist der letzten Saison bis auf die Knochen.

Jensen zu Gast

Jetzt wurde der HSV fündig. Beim 28:22-Sieg am Samstag gegen Magdeburg war der dänische Europameister Jesper Jensen bereits zu Gast.

HSV-Geschäftsführer Peter Krebs bestätigte gegenüber Sport1.de: "Es ist richtig. Es hat ein unverbindliches Treffen zum Kennenlernen gegeben."

Jensen ist ein echter Kracher. Er absolvierte 90 Länderspiele für die Dänen und war maßgeblich am Titelgewinn bei der EM 2008 in Norwegen beteiligt.

Sportchef Christian Fitzek soll laut "Bild" am vergangenen Mittwoch bereits in Dänemark gewesen sein, um anscheinend alles klar zu machen.

Gültiger Vertrag in Dänemark

Das Problem ist aber: Der 30-Jährige hat bei Skjern Handbold noch einen gültigen Vertrag bis 2009.

Der HSV müsste den Spielmacher also freikaufen. "Es ist sehr unwahrscheinlich, dass er vor 2009 nach Hamburg wechselt", sagte Krebs.

"Er fühlt sich seinem Verein sehr verbunden und ist außerdem erst vor kurzem Vater geworden." Das alles spricht laut Krebs gegen einen vorzeitigen Wechsel an die Elbe.

Heißer Kandidat

Dass der HSV, sollten Hens und Velyky noch länger ausfallen, Jensen für einen bestimmten Betrag vorzeitig nach Hamburg holen wird, ist zumindest nicht auszuschließen.

Auch weil man in Hamburg mit Dänen bisher gute Erfahrungen gemacht hat. Rechtsaußen Hans Lindberg spielt seit 2007 beim HSV.

Spätestens im nächsten Jahr wird Jensen ein ganz heißer Kandidat. "Dann ist er ein sehr interessanter Mann", sagt Krebs.

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