vergrößernverkleinern
Frank Lemme (l.) und Bernd Ullrich galten jahrelang als beste deutsche Schiedsrichter © imago

Die Sperre für das Schiedsrichtergespann läuft ab. Doch die Liga wehrt sich gegen ein Comeback für der Skandal-Referees.

München - In der Handball-Bundesliga regt sich offenbar Widerstand gegen die bevorstehende Rückkehr der Schiedsrichter Frank Lemme und Bernd Ullrich.

"Mir ist kein Klub bekannt, der damit einverstanden ist", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann dem Nachrichtenmagazin "Spiegel".

"Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich eine Ansetzung der Schiedsrichter gegen die Klubs und die Liga durchsetzen lässt", ergänzte er.

Die Magdeburger Schiedsrichter waren durch die EHF im Juli dieses Jahres für fünf Jahre gesperrt worden, nachdem sie in den Verdacht der Bestechlichkeit geraten waren. Der DHB hatte das Duo unterdessen nur für neun Monate suspendiert.

Die Sperre läuft im Dezember ab.

50.000 Dollar im Gepäck

Hintergrund sind die Vorfälle um das Finalrückspiel im Europapokal der Pokalsieger zwischen Medwedi Moskau und BM Valladolid am 29. April 2006.

Damals hatten russische Zollbeamte am Moskauer Flughafen Scheremetjewo 50.000 Dollar Bargeld in Ullrichs Gepäck gefunden. Lemme/Ullrich bestreiten alle Vorwürfe und gaben an, reingelegt worden zu sein.

Auch der Geschäftsführer der Rhein-Neckar Löwen, Thorsten Storm, sprach sich im Spiegel gegen eine Rückkehr aus: "Es wäre für die Liga nicht gut, wenn die beiden wieder auflaufen würden."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel