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Frank Lemme (l.)und Bernd Ullrich (r.) gehörten seit 1990 zum DHB-Kader © imago

Das Schiedsrichter-Duo will trotz Manipulationsverdacht wieder pfeifen. Ullrich wirft der EHF Verschleppungstaktik vor.

München - Die Zukunft der unter Manipulationsverdacht stehenden Handball-Schiedsrichter Frank Lemme und Bernd Ullrich ist weiter offen.

Nach dem Streit zwischen Ligaverband HBL und Deutschem Handball-Bund (DHB) über eine Rückkehr der Magdeburger nach ihrer neunmonatigen Sperre Mitte Dezember bekräftigte das Duo nun seinen Willen zum Comeback.

"Wir würden es versuchen wollen", sagte Ullrich. Allerdings gelte nach wie vor die Aussage, dass man nicht pfeifen werde, wenn man nicht erwünscht sei.

"Aber wir müssen uns zunächst mit der Liga zusammensetzen. Es gibt keinen neuen Stand. Offiziell zurückgetreten sind wir jedenfalls bislang nicht", bekräftigte Ullrich.

Lemme/Ullrich "unerwünscht"

Zuletzt hatte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann in dem Fall für Diskussionsstoff gesorgt, als er erklärte, eine Rückkehr von Lemme/Ullrich sei bei den Klubs unerwünscht.

Der für das Schiedsrichterwesen zuständige DHB, der für Lemme/Ullrich 10.000 Euro für den Einspruch gegen eine Fünfjahressperre des Europäischen Verbandes EHF hinterlegt hatte, reagierte mit Unverständnis auf die Äußerungen und sprach von verschiedenen Meinungen.

Ullrich kritisiert Bohmann

Bernd Ullrich kritisierte Bohmann nun für den Vorstoß. Es habe keine Not gegeben, "dazwischenzuhauen". Auch die EHF verhält sich nach Ullrichs Ansicht nicht korrekt.

"Wir warten auf eine Entscheidung über den Einspruch. Aber die EHF verschleppt das im Moment. Jetzt wurden alle Unterlagen noch mal auf Englisch angefordert. Das ist eine Verschleppungstaktik", sagte Ullrich.

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