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Im Schongang zum Sieg bei den Füchsen: Hamburgs Hens (l., hier gegen Karason) © imago

Die Hanseaten geben sich in Berlin souverän, wirken bestens präpariert für das Gipfeltrefen mit Kiel. Göppingen wirkt platt.

Neuss - Das große Nordduell in der Bundesliga spitzt sich zu.

Hinter Tabellenführer THW Kiel (19:1 Punkte) zieht auch Verfolger HSV Hamburg (18:2) weiter seine Kreise und lässt sich nicht abschütteln.

Am 11. Spieltag entledigten sich die Hamburger mit einem 37:25 (22:9) bei den Füchsen Berlin ganz locker der nächsten Pflichtaufgabe.

Einen Monat vor dem direkten Aufeinandertreffen der beiden Titelfavoriten am 20. Dezember in Kiel ließ die Konkurrenz dagegen weiter Federn.

Göppingen lässt Punkt liegen

Frisch Auf Göppingen kam gegen den TV Großwallstadt nicht über ein 27:27 (10:12) hinaus und hat mit 17:5 Punkten als Vierter nun ebenso wie der punktgleiche Dritte Rhein-Neckar Löwen bereits Abstand zum Topduo.

Fünfter ist der VfL Gummersbach (16:6) nach einem 28:24 bei Aufsteiger TSV Hannover-Burgdorf, als Siebter folgt die SG Flensburg-Handewitt (14:8) nach einem 34:30 (16:15) gegen MT Melsungen.

Beim HSV herrschte nach dem neunten Saisonsieg Erleichterung, hatte man sich den Auftritt in der Hauptstadt doch schwieriger vorgestellt. (Stenogramme: 11. Spieltag)

Bedauernswerter Heinevetter - Thomalla schaut zu

Dann spielten Pascal Hens und Co. ihren Stiefel vor der Berliner Saison-Rekordkulisse von 8750 Zuschauern aber locker runter und waren nie gefährdet. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Auch Handball-Nationalkeeper Silvio Heinevetter konnte unter den Augen seiner neuen Freundin, der Schauspielerin Simone Thomalla, die Füchse-Niederlage nicht verhindern. 176124(die Bilder)

"Wir haben ein Spiel voller schneller Bewegungen gezeigt und hatten eine gute Abwehr und einen guten Torwart in den entscheidenden Situationen", sagte HSV-Trainer Martin Schwalb, der in der zweiten Hälfte seiner zweiten Reihe die meisten Spielanteile gab.

Kaufmann geht auf dem Zahnfleisch

Dazu hatte Göppingens Trainer Velimir Petkovic aufgrund des engen Spiels und des kleinen Kaders gar keine Gelegenheit. Am Ende waren die Gastgeber froh, wenigstens einen Punkt behalten zu haben.

Vor allem der zuletzt starke Nationalspieler Lars Kaufmann, dem diesmal nur ein Treffer gelang, musste den vielen Spielen der letzten Wochen Tribut zollen: "Das waren unheimlich harte Wochen, das geht an die Substanz. Uns geht die Kraft aus."

So geht bei den Schwaben vor dem Drittrunden-Rückspiel im EHF-Pokal gegen den FC Porto am Samstag bereits ein wenig die Angst vor dem Aus um.

Denn auch wenn Frisch Auf auf dem Papier klar die stärkere Mannschaft ist - ein bequemes Polster gibt es nach dem 24:24 im Hinspiel am vergangenen Wochenende nicht.

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