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Kein Durchkommen: Kiels Igor Anic (Mitte) ge- gen Timo Salzer (l.) und Petar Djordjic © getty

Der Sieg gerät zur harten Nuss: Zur Pause liegt der THW schon mit vier Toren hinten. Lemgo feiert einen ungefährdeten Sieg.

München - Zehn starke Minuten haben dem deutschen Rekordmeister THW Kiel gereicht, um die erste Heimniederlage in der Handball-Bundesliga seit über zwei Jahren zu verhindern.

Zwar siegten die Norddeutschen am Ende standesgemäß 32:25 (14:18) gegen die HSG Wetzlar, doch hatten die Gäste bis in die zweite Halbzeit hinein die Überraschung vor Augen.

Die letzte Niederlage der Kieler vor eigenem Publikum datiert damit weiterhin vom 6. November 2007. Damals verlor der THW 30:31 gegen den HSV Hamburg.

Mit 23:1 Punkten führt der THW weiter ungeschlagen die Tabelle vor den Hamburgern (20:2) an.

"In der Halbzeit heimfahren"

"Normalerweise müsste man in der Halbzeitpause in den Bus steigen und heimfahren", sagte Gästetrainer Michael Roth mit einem Lachen:

"Wir verlassen Kiel erhobenen Hauptes und haben eine Menge Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben getankt." (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Sein Kieler Gegenüber Alfred Gislason war mit der Leistung seines Teams dagegen nicht zufrieden: "Diese Partie war ein Riesen-Warnschuss für uns." Hinter dem Spitzenduo bleibt der VfL Gummersbach der erste Verfolger.

Gummersbach bleibt oben dran

Zwar gewann der VfL am Samstagabend nur mit viel Mühe 31: 29 (15:15) gegen GWD Minden, doch verteidigte das Team von Trainer Sead Hasanefendic mit nun 9:1 Punkten aus den letzten fünf Spielen erfolgreich den dritten Tabellenplatz.

Die bisherige Saison-Ausbeute von 18:6 Punkten nötigte auch dem Gummersbacher Urgestein und Bundestrainer Heiner Brand Respekt ab.

"Der Tabellenplatz ist sensationell. Was der VfL mit dem kleinen Kader herausholt, ist optimal. Ein Kompliment an Mannschaft und Trainer", sagte Brand.

Glandorf mit starker Leistung

Einen Pflichtsieg feierte der TBV Lemgo. Beim Vorletzten TSV Dormagen gewann der TBV deutlich 38:26 (18:14) und schob sich mit 17:7 Punkten auf Platz fünf vor.

Nationalspieler Holger Glandorf war mit zehn Toren bester Torschütze.

Dagegen verschenkte der abstiegsbedrohte TSV Hannover-Burgdorf beim 24:24 beim TuS N-Lübbecke wichtige Punkte.

Lübbecke nachlässig

Trotz 24:20-Führung dreieinhalb Minuten vor Schluss reichte es nur zu einem Zähler. Mit 5:19 Punkten liegen die Hannoveraner auf dem 16. Platz, Lübbecke (9: 15) ist Zwölfter.

Zwischenzeitlich hatten die Wetzlarer, angeführt vom mit neun Toren überragenden Michael Allendorf, die Begegnung gegen unerklärlich nachlässig wirkende Gastgeber unter Kontrolle.

Beim zwischenzeitlichen 16:11 führte die HSG sogar mit fünf Toren.

Wende nach der Pause

Gegen die ohne Nationalspieler Sven-Sören Christophersen angetretenen Gäste vergaben die Kieler viele Chancen im Angriff und agierten in der Abwehr viel zu passiv.

Erst nach der Pause fanden die Gastgeber zu ihrem Spiel und setzten sich nach dem 21:20 (40.) in knapp zehn Minuten vorentscheidend auf 28:22 (51.) ab.

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