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Wolfgang Schwenke war von 2001 bis 2008 Trainer beim TSV Altenholz © imago

Der neue Löwen-Trainer Wolfgang Schwenke spricht bei Sport1.de über seine neuen Aufgabe und die Ausbootung zweier seiner Spieler.

Von Julian Meißner

München - "Nordlicht" Wolfgang Schwenke hat den großen Sprung gewagt.

Vom Nord-Zweitligisten TSV Altenholz wechselte der gebürtige Flensburger unter der Woche in den Süden der Republik, um zusammen mit Christian Schwarzer den ambitionierten Bundesliga-Klub Rhein-Neckar Löwen zu trainieren.

Im zweiten Teil des Interviews spricht Schwenke über die Zusammenarbeit mit Interimscoach Christian Schwarzer, seine Ziele und die Ausbootung zweier seiner Spieler durch Heiner Brand.

Sport1: Christian Schwarzer war bislang Interimscoach. Wie soll die Zusammenarbeit mit ihm in Zukunft aussehen?

Schwenke: Ich bin erst vor zwei Tagen hier angekommen. Jetzt geht es darum, so viel Input wie möglich zu bekommen, was in der Mannschaft alles vorhanden ist und was nicht. Trainingsinhalte bespreche ich natürlich ganz eng mit Blacky, aber wir brauchen ihn auch als Spieler. Ich werde versuchen, ihn so schnell wie möglich zu entlasten.

Sport1: Haben Sie schon mit Ihrem Vorgänger Juri Schewtsow gesprochen?

Schwenke: Ich würde das gerne tun, aber ich muss erst einmal durchatmen. Das Wichtigste ist das Spiel in Nordhorn. Das hat die absolute Priorität und alles andere ist zweitrangig. Danach haben wir ein bisschen mehr Zeit, aber jetzt kann man keine großen Änderungen mehr machen. Nächste Woche werde ich aber versuchen, ihn anzurufen.

Sport1: Wie definieren Sie die mittel- und langfristigen Ziele ?

Schwenke: Jetzt geht es erst einmal darum, sich einzufinden. Aber Thorsten Storm hat es schon gesagt, wir wollen an der Zielsetzung mit Platz drei festhalten. Und alles weitere muss man sehen, das wäre jetzt zu früh. Jetzt alles in kurzer Zeit zu verändern, ist natürlich Quatsch. Wir werden uns alles Stück für Stück im taktischen Bereich erarbeiten, ich bin da sehr zuversichtlich. Ich will nicht in die Glaskugel blicken, sondern jetzt einfach von Spiel zu Spiel sehen, dass wir uns weiter entwickeln, Spaß am Spiel haben, Einsatzbereitschaft und Leidenschaft zeigen, der Funke zu den Zuschauern überspringt und wir als Mannschaft noch enger zusammen wachsen.

Sport1: Was fehlt den Löwen noch zu den absoluten Top-Teams?

Schwenke: Wir müssen jetzt in der Konstellation zusammen bleiben und immer wieder an den kleinen Dingen feilen, die in den absoluten Top-Spielen über Sieg und Niederlage entscheiden.

Sport1: Heiner Brand hat den Nationalmannschaftskader umgekrempelt. Davon betroffen sind auch Henning Fritz und Andrej Klimovets. Wie sehen Sie die Nichtnominierungen?

Schwenke: Für mich als Vereinstrainer ist das positiv, ich kann mit allen zusammen trainieren. Da denke ich egoistisch. Mit Henning und Klimo habe ich über die Situation aber noch nicht gesprochen. Ich hoffe natürlich, dass es keine negative Wirkung auf meine Spieler hat.

Sport1: Zurück zur Liga: Wie ist die Marschroute gegen Nordhorn?

Schwenke: Wir fahren natürlich da nicht hin, um etwas abzuschenken. Wir wissen aber um die Stärke von Nordhorn. Sie sind im Moment gut drauf und eine gestandene und gut eingespielte Truppe. Es wird mit Sicherheit kein leichtes Spiel.

Hier geht's zurück zum ersten Teil des Interviews.

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