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Martin Schwalb ist seit 2005 Trainer des HSV Hamburg © getty

Hamburg bekleckert sich gegen Lübbecke keineswegs mit Ruhm. Das Topspiel in Kiel bereitet Coach Schwalb dennoch keine Sorge.

Berlin - Eine Woche vor dem Liga-Hit bei Tabellenführer THW Kiel hat Verfolger HSV Hamburg ungewohnte Schwächen gezeigt.

Das Team von Trainer Martin Schwalb kam am 14. Spieltag zu Hause gegen TuS N-Lübbecke nur mit Mühe zum 25:24-Sieg, während sich Meister und Pokalsieger Kiel beim 41:22 gegen den TSV Hannover-Burgdorf keine Blöße gab. (Stenogramme: Der 14. Spieltag)

"Wir fahren erhobenen Hauptes nach Kiel", sagte Schwalb und wollte auf die Schwächen seines Teams nicht eingehen. Seine Mannschaft habe ihre Qualität dadurch bewiesen, dass sie trotz der Schwierigkeiten den Sieg über die Zeit brachte. "Das schaffen nicht viele Teams", sagte Schwalb.

Der HSV hatte Kiel am 6. November 2007 die bis dato letzte Heimniederlage in der Bundesliga zugefügt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Starker Gäste-Torhüter

Hamburg war gegen den starken Außenseiter immer wieder an Gäste-Torhüter Nikola Blazicko gescheitert, der fünf Siebenmeter hielt. Dennoch behielt Schwalb die Ruhe.

"Gegen Kiel werden wir ein ganz anderes Spiel erleben", sagte der frühere Nationalspieler. Am Dienstag muss sein Team zunächst im DHB-Pokal das Achtelfinale in Balingen-Weilstetten (ab 19.30 Uhr LIVESCORES) bestreiten.

Der THW hat mit der Partie bei der SG Flensburg-Handewitt (Mi., ab 20.15 Uhr LIVESCORES) die deutlich schwerere Partie vor der Brust hat.

Spielstände zum Schmunzeln

In Kiel nahm man die Hamburger Probleme gerne zur Kenntnis. Die Spielstände aus Hamburg wurden in der Halle mit einem Schmunzeln registriert.

In der eigenen Partie gegen überforderte Niedersachsen gab es keine Probleme. "Vor allem die erste Halbzeit war perfekt", sagte Trainer Alfred Gislason. Zum Duell gegen den Erzrivalen am kommenden Sonntag wollte sich beim THW keiner äußern.

"Wir müssen Mittwoch zunächst die Aufgabe im Pokal lösen. Dem gilt jetzt unsere Konzentration", sagte Gislason.

Rhein-Neckar-Löwen Dritter

In der Liga behaupteten die Kieler mit nur einem Minuspunkt die Führung vor Hamburg mit zwei Minuszählern.

Den dritten Platz festigten die Rhein-Neckar-Löwen, die ihrer Favoritenrolle im Heimspiel gegen den SC Magedeburg beim 40:21 gerecht wurden.

"Nachdem wir zu Hause in der laufenden Saison bereits zweimal verloren haben, sind wir besonders erleichtert über diesen Sieg", sagte Kapitän Guojon Valur Sigurosson, der sechs Tore zum Sieg der Löwen beisteuerte. Uwe Gensheimer war mit zehn Toren erfolgreichster Werfer.

"Zwei außergewöhnliche Mannschaften"

Mit Spannung blicken auch die Rhein-Neckar Löwen dem Top-Spiel am kommenden Sonntag entgegen.

"Das sind zwei außergewöhnliche Mannschaften, die zu Recht da oben stehen", sagte Geschäftsführer Thorsten Storm: "Wir sind in unserer Entwicklung noch nicht so weit. Für uns ist Platz drei das Maß der Dinge."

Bereits am Freitag hatte sich der TBV Lemgo bei GWD Minden mit 30:21 durchgesetzt, während der TSV Dormagen in eigener Halle FA Göppingen mit 28:37 unterlag.

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