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Mit vollem Einsatz dabei: Theuerkauf vom SCM gegen VfL-Keeper Stojanovic © imago

Sowohl in Gummersbach als auch beim SCM geht es vor der Begegnung in Köln drunter und drüber. Die Gäste haben böse Erinnerungen.

Von Julian Meißner

München - Das Gipfeltreffen zwischen Kiel und Hamburg ist Geschichte, der graue Alltag hat die Liga wieder? Keineswegs.

Schon am Dienstag kommt es beim Auftakt des 16. Spieltags zum Mittelfeld-Duell der zwei Traditionsvereine VfL Gummersbach und SC Magdeburg (20.15 Uhr LIVESCORES und im DSF) - und auch hier ist für ordentlich Zündstoff gesorgt.

Die Fans der Gladiators werden sich mit Grausen an das Aufeinandertreffen der beiden Klubs in der vergangenen Saison auf internationalem Parkett erinnern: Im Viertelfinale des EHF-Pokals gewann Magdeburg das Hinspiel auswärts mit 26:24, um im Rückspiel vor heimischer Kulisse mit 20:30 regelrecht unterzugehen.

Selbst hartgesottene Magdeburger fragten sich damals, wann der SCM in der Bördelandhalle je derart vernichtend geschlagen wurde.

Hasanefendic warnt vor "Spitzenmannschaft"

Die SCM-Profis werden alles daran setzen, diese Scharte auszuwetzen. Umso mehr auf der Hut ist VfL-Coach Sead Hasanefendic, dessen Team den EHF-Pokal vergangene Saison letzten Endes nach Gummersbach holte.

"Das Spiel gegen Magdeburg wird genauso schwer wie gegen Lemgo, Flensburg und Göppingen. Der SC steht zwar derzeit nicht ganz so gut in der Tabelle, doch er ist immer noch eine Spitzenmannschaft", sagt Hasanefendic zum Spiel in der Kölner Lanxess-Arena.

Die Marschroute des Kroaten gegen den Tabellen-Zehnten: "Wir müssen mit der Kraft haushalten, hart kämpfen und mit voller Konzentration in das Spiel gehen, dann ist ein Sieg gegen Magdeburg möglich."

Houlet nimmt Abschied

Zwei Punkte wären Balsam auf die Wunden der Gummersbacher, die zuletzt eine bittere 29-31-Niederlage bei Frisch Auf Göppingen kassierten und auf Rang sieben platziert sind (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Denn allgemein rumort es mächtig im Oberbergischen: Auf die Negativschlagzeilen über finanzielle Schwierigkeiten zu Beginn der Hinrunde folgte die Entmachtung von Sportdirektor Francois-Xavier Houlet, der nach Ablauf seines Vertrages im April durch Axel Geerken ersetzt wird.

Der Franzose, lange Zeit eine Gummersbacher Identifikationsfigur, wird gegen den SCM das letzte Mal auf der VfL-Bank Platz nehmen.

"Einige waren entsetzt"

Houlet sagte über die Bekanntgabe seines Abgangs durch VfL-Aufsichtsratschef Claus Horstmann zu "Oberberg aktuell": "Herr Horstmann hat die Mannschaft und die Geschäftstellenmitarbeiter gleichzeitig informiert. Sie waren überrascht, einige sogar entsetzt."

Zuletzt sorgte die Ankündigung des Wechsels von Kreisläufer Robert Gunnarsson zu den Löwen für Unruhe.

"Eine zusätzliche Motivation ist das nicht", zitiert der "Express" einen namentlich nicht genannten Spieler.

Wirbel auch beim SCM

Ähnlich turbulent ging es zuletzt bei den Magdeburger zu: Mit Christian Sprenger (THW Kiel) und Silvio Heinevetter (Füchse Berlin) suchten zwei Nationalspieler vor der Saison das Weite.

Nach dem Abgang von Manager Holger Kaiser erklärte auch noch Sportdirektor Stefan Kretzschmar seinen Rücktritt.

Und Trainer Michael Biegler Magdeburg wechselt am Ende des Jahres nach Großwallstadt.

Höchste Zeit also für ein Erfolgserlebnis - auf beiden Seiten.

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