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Oscar Carlen (l.) und die SG schieterte im Pokal äußerst knapp mit 26:31 © getty

Vier Teams kämpfen in der Bundesliga um den letzten verbliebenen CL-Platz. Am 16. Spieltag kommt es zum Duell zweier Kontrahenten.

Von Rainer Nachtwey

München/Lemgo - Nach dem heißen Duell um die Tabellenspitze zwischen Meister THW Kiel und dem HSV Hamburg (29:29) kehrt bei den Topklubs wieder der graue Ligaalltag ein.

Beide Teams müssen, um ihre Position zu wahren, gegen Kellerkinder bestehen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Am 16. Spieltag bekommen es die Meisterschaftsfavoriten Kiel und HSV mit der HBW Balingen bzw. Aufsteiger TSV Hannover-Burgdorf, dem Tabellen-15. und -14., zu tun.

Zwei Zähler trennt Lemgo von Flensburg

Während sich Tabellenführer Kiel und der Zweitplatzierte HSV mit den Abstiegskandidaten auseinandersetzen müssen, steigt in Lemgo am Vorweihnachtstag das Topspiel des 16. Spieltags.

Mit dem TBV und der SG Flensburg-Handewitt treffen (ab 20.45 Uhr LIVESCORES und LIVE im DSF) der Achte und der Vierte aufeinander.

Allerdings trennt das Duo nur zwei Zähler, und mit einem Erfolg würden die Flensburger (22:8) die Rhein-Neckar Löwen (23:9) wieder von Tabellenplatz drei verdrängen.

Flensburg mit Rückenwind

Zuletzt läuft es bei der SG, aus den letzten fünf Spielen sammelte die Mannschaft von Per Carlen die Maximalausbeute von zehn Punkten. "Ich habe ein richtig gutes Gefühl", freut sich der Coach auf die Begegnung in der Lipperlandhalle.

Allerdings warnt der Schwede vor den angeschlagenen Gastgebern, die bei Hannover-Burgdorf eine überraschende Niederlage (25:26) kassiert hatten.

"Es kann sowohl ein Vor- als auch ein Nachteil für uns sein, dass sie verloren haben", meint Carlen. "Lemgo steht unter Druck und sollten wir sie in Bedrängnis bringen, dann kann der psychologische Aspekt ein Vorteil für uns werden."

Wiedergutmachung angesagt

Während es bei den Norddeutschen so richtig läuft, ist bei den Ostwestfalen hingegen Wiedergutmachung angesagt.

"Mit dieser unnötigen Niederlage in Burgdorf haben wir uns eine schwere Ausgangsposition für die Partie gegen Flensburg und die restlichen Spiele des Jahres geschaffen. Der Druck auf die Mannschaft ist natürlich gewachsen", weiß Geschäftsführer Volker Zerbe die Lage vor dem letzten Heimspiel der Hinrunde auf den Punkt zu bringen.

Ob Florian Kehrmann und Ferenc Ilyes dabei mit von der Partie sein können, ist fraglich. Rechtsaußen Kehrmann hatte sich in Burgdorf einen dreifachen Nasenbeinbruch zugezogen, der ungarische Nationalspieler Ilyes hat seine Knieverletzung gerade erst auskuriert.

Lemgo verlängert mit Mudrow

Immerhin soll nach der chaotischen Hinrunde mit der Entlassung von Trainer Markus Baur und Sportdirektor Daniel Stephan wieder Kontinuität in Lemgo einkehren. Mit Volker Mudrow scheint Zerbe den idealen Mann gefunden zu haben.

Der Trainer verlängerte seinen Vertrag vorzeitig bis Juni 2012.

Zerbe sei es wichtig gewesen, die Personalie noch vor den drei bis zur EM-Pause kommenden Bundesliga-Begegnungen zu klären. "Dies ist ein Signal nach außen, um uns im sportlichen Bereich klar zu positionieren", sagt Zerbe.

Vierer-Duell mit Löwen und FrischAuf

Den als Lemgos Ziel genannte Champions-League-Platz drei - derzeit drei Punkte Rückstand -, auf den nach den letzten Erfolgen auch wieder die SG schielt, belegen nach dem 33:23 die Rhein-Neckar Löwen. Allerdings hat neben Flensburg auch Frisch Auf Göppingen Ambitionen auf den dritten Platz.

Mit einem Sieg bei GWD Minden würden die Schwaben mit den Löwen nach Punkten gleichziehen.

Gegner nicht unterschätzen

Den Titel hat das Quartett allerdings schon lange abgehakt. Denn an der Spitze zieht das Top-Duo THW Kiel und HSV Hamburg einsam seine Kreise. Dennoch nehmen beide Teams ihre Pflichtaufgaben in Balingen und Burgdorf ernst.

"Das wird für uns kein leichtes Spiel werden. Die Hannoveraner haben bislang eine durchaus ansprechende Saison gespielt und nicht umsonst zuletzt den TBV Lemgo geschlagen. Da werden wir also mit Sicherheit nicht leichtfertig auftreten und denken, die Punkte haben wir schon in der Tasche", meint HSV-Trainer Martin Schwalb.

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