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Marcus Ahlm (M.) trieb Kiel zum Sieg in der dritten Pokal-Runde gegen den TVG © imago

Nach der Blamage in Balingen sinnt Kiel gegen Großwallstadt auf Wiedergutmachung. Lemgo droht in Göppingen weiter abzurutschen.

Von Michael Spandern

München ? Das Weihnachtsfest hat sich der THW Kiel durch sein Waterloo in Balingen am Tag vor Heiligabend selbst vermasselt.

Also beschwert sich auch kein Kieler, das am zweiten Weihnachtstag (Sa., 15 Uhr LIVESCORES und LIVE im DSF) gleich die nächste Bundesliga-Partie auf dem Programm steht. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Der Tabellensiebte TV Großwallstadt ist zu Gast in der Sparkassen-Arena, und dessen Revanchegelüste für die 29:32-Pokalniederlage im Oktober verblassen angesichts der Kieler Wut auf den Rückschlag im Titelrennen gegen Hamburg.

Wiedersehen mit Andersson

Dass den Kielern gegen den sechsmaligen Deutschen Meister, der im Sommer 2008 den THW-Keeper Mattias Andersson nach Unterfranken lotste, wieder die nötige Spannung fehlt, ist wohl nicht anzunehmen.

Es geht für Alfred Gislasons Mannen darum wiedergutzumachen, was nicht wiedergutzumachen ist: Schließlich "hält jetzt im Titelrennen der HSV die Karten in der Hand", weiß Kiels Trainer.

Und das ändert sich frühestens, falls die Balinger auch am Sonntag in Hamburg (ab 15 Uhr LIVESCORES und LIVE bei DSF.de) eine Sensation schaffen. Kiels Kreisläufer Igor Anic muss sich zudem im französischen Nationalteam hinter einem Hamburger anstellen: Da Bertrand Gille wieder fit ist, wurde der HSV-Akteur für die EM in Österreich nominiert.

Setzt Lemgo die Talfahrt fort?

Auch beim TBV Lemgo dürfte die Festtagsstimmung gedrückt gewesen sein: Der EHF-Cup-Anwärter verlor zuletzt beim Kellerkind Hannover-Burgdorf und daheim gegen die SG Flensburg-Handewitt jeweils mit einem Tor Unterschied und fiel auf den achten Platz zurück. (Stenogramme: 16. Spieltag)

Und nun muss das Team von Volker Mudrow, dem weiterhin auf die verletzten Nationalspieler Sebastian Preiß und Florian Kehrmann fehlen, zum Tabellenfünften FA Göppingen, der zuletzt vier Siege in Folge einfuhr.

Frisch-Auf-Coach Velimir Petkovis kann dabei seine Wunschformation aufbieten - allen voran den Liga-Topwerfer Lars Kaufmann (6,8 Feldtore pro Partie), der vor der Saison von Lemgo nach Göppingen wechselte.

Löwen in Wetzlar gefordert

Unter Druck stehen auf die Rhein-Neckar Löwen im Abendspiel bei der HSG Wetzlar. Die hoch ambitionierten Badener, die mit vier Saisonpleiten den Anschluss ans Spitzenduo Hamburg/Kiel bereits verloren haben, strecken sich nun nach dem dritten Quali-Platz zur Champions League.

Allerdings liegen die Flensburger, die den Löwen ja Ende November eine empfindliche Heimschlappe beibrachten, weiterhin einen Punkt vor dem Lindgren-Team. Und die SG hat mit dem Heimspiel gegen den Tabellen-14. Hannover die vermeintlich einfachere Aufgabe am 17. Spieltag.

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