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Stefan Kretzschmar ist seit 2007 Sportdirektor beim SC Magdeburg © imago

Heute empfängt der SC die ungeschlagenen Göppinger. Dem Sportdirektor Stefan Kretzschmar droht der Verlust wichtiger Spieler.

Von Felix Götz

München - Eigentlich läuft es für den SC Magdeburg vor dem Heimspiel am 8. Spieltag gegen Frisch Auf Göppingen (ab 20.15 Uhr LIVESCORES und LIVE im DSF ) ganz gut.

Platz sieben in der Liga mit vier Siegen und drei Niederlagen ist durchaus in dem Bereich, in dem sich die Magdeburger sehen.

"In der Liga sind wir völlig im Fahrplan", sagt Sportdirektor Stefan Kretzschmar gegenüber "Welt Online". Niederlagen setzte es nur gegen die Titelfavoriten aus Kiel, Lemgo und Hamburg.

Wären da nur nicht die ständigen finanziellen Sorgen, die für eine ungewisse Zukunft sorgen.

Leistungsträger vor dem Absprung

Ein Etat von 3,7 Millionen lässt große Sprünge, zum Beispiel in die Champions League, wohl nicht zu.

Und ohne das große internationale Geschäft wird man die besten Spieler nicht in Magdeburg halten können.

Torhüter Silvio Heinevetter wird sehr wahrscheinlich bereits nach dieser Saison zu den Füchsen Berlin wechseln.

"Am Ende regelt es das Geschäft"

Auch die Verträge von den Nationalspielern Christian Sprenger und Christoph Theuerkauf laufen nur bis 2010. Dass die Beiden verlängern, ist unwahrscheinlich.

"Am Ende regelt es das Geschäft: Du musst einfach mitbieten können", sagt Kretzschmar. Wohlwissend, dass Magdeburg mit den ganz großen Klubs nicht mitbieten kann.

Also lebt der SC lieber in der Gegenwart und konzentriert sich auf die Bundesliga.

Überraschungs-Team Göppingen

Und da kommt mit Frisch Auf Göppingen ein ganz dicker Brocken in die Bördelandhalle.

Die Schwaben sind die Überraschung der bisherigen Saison.

Mit 11:1 Punkten ist Frisch Auf Vierter und kann mit einem Sieg über Magdeburg zu Kiel und Lemgo aufschließen. Trotzdem sagt Trainer Velimir Petkovic: "Unser Ziel bleibt Platz acht."

Manojlovic verletzt

Für höhere Ansprüche ist es (noch) zu früh. Zumal man seit dem Wochenende auch in Göppingen Sorgen hat.

Spielmacher und Abwehrstratege Nikola Manojlovic zog sich nämlich im Training einen Einriss im Meniskus zu und wurde bereits erfolgreich operiert.

"Wir können unsere Ziele eigentlich nur erreichen, wenn wir verletzungsfrei bleiben", sagt Petkovic gegenüber der "Südwest Presse".

Jammern gilt nicht

Gerade jetzt, wo Spiele gegen direkte Konkurrenten wie Magdeburg anstehen, ist die Verletzung des serbischen Nationalspielers besonders bitter.

Aber jammern lässt der Trainer nicht gelten: "Nicht weinen, sondern zusammenstehen ist jetzt angesagt."

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