Heimdebakel: Hamburg verspielt Spitzenposition
Hamburg - Der VfL Gummersbach hat in der Handball-Bundesliga für einen Paukenschlag gesorgt.
Der EHF-Pokalsieger setzte sich in einer Begegnung des 22. Spieltags beim Tabellenführer HSV Hamburg überraschend deutlich mit 39:31 (17:17) durch und fügte den Norddeutschen die erste Heim-Niederlage der laufenden Saison zu.
Gummersbach verbesserte sich mit 27:15 Punkten auf Platz sieben, der HSV (39:5) bleibt vor THW Kiel (36:4) zwar Tabellenerster, weist aber zwei Spiele mehr als der Titelverteidiger auf. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).
Nicht für möglich gehalten
Vor 8855 Zuschauern brachte Gummersbach den Gastgeber mit einer offensiven Ausrichtung aus dem Konzept und hielt sein kraftaufreibendes Spiel bis zum Schlusspfiff durch.
"Wir haben uns die eine oder andere Kleinigkeit einfallen lassen, wollten die Hamburger von Anfang an unter Druck setzen und das Spiel lange offen gestalten. Das haben wir geschafft", sagte Christoph Schindler, der sechs Tore beisteuerte, im DSF. "So ein Ergebnis hält man nicht für möglich, wenn man zu einer der besten Mannschaft der Welt fährt"
Erfolgreichster Gummersbacher Werfer war Vedran Zrnic mit 12 Treffern.
Lindberg bedient
Die Hamburger waren nach der zweiten Saisonniederlage bedient.
"In der zweiten Halbzeit haben wir fast alles falsch gemacht. Das mit dem siebten Mann hat nicht funktioniert, die Abwehr war schlecht, der Keeper hat nichts gehalten. Das war ein Spiel zum Vergessen", sagte Hans Lindberg im DSF. "Gegen die 3:3-Deckung des VfL ist uns nichts eingefallen. Das war schlimm."
Das Spiel im Stenogramm:
HSV Hamburg - VfL Gummersbach 31:39 (17:17)
Tore: Lindberg (11/4), K. Lijewski (5), Vori (4), Duvnjak (3), Gille (3), Lijewski (2), Jansen (1), Flohr (1), Hens (1) für Hamburg
Zrnic (12/6), Vukovic (7), Pfahl (6), Schindler (6), Gunnarsson (4), Wagner (2), Szilagyi (1), Stojanovic (1) für Gummersbach
Zuschauer: 8855
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