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In der Vorsaison sah THW-Torwart Thierry Omeyer gegen Lemgo die Rote Karte © getty

Im Bundesligaspiel gegen den TBV Lemgo ist für den THW noch eine Rechnung offen. Gerade Omeyer hat schlechte Erinnerungen.

Von Rainer Nachtwey

München/Halle ? Die Hürde VfL Gummersbach, an der der HSV Hamburg hängen geblieben war, hat der THW Kiel gemeistert.

Aber die Prüfungen für den Deutschen Meister reißen nicht ab. Am Sonntag (ab 17.45 Uhr LIVESCORES und live im DSF) treten die Norddeutschen bei Ex-Meister TBV Lemgo an.

Und das Gastspiel beim TBV hat es in sich. Denn die Kieler haben keine guten Erinnerungen an das letzte Aufeinandertreffen in Ostwestfalen.

Im vergangenen Jahr setzte es im Gerry Weber Stadion eine 27:34-Pleite, die erste Saisonniederlage des THW. Zudem vermasselte Lemgo den Gästen die vorzeitige Meisterschaft.

Kiel hat es in der Hand

Auch diesmal könnte die Partie Lemgo gegen Kiel einen großen Einfluss auf den Titelkampf nehmen.

Nach der Niederlage des HSV gegen Gummersbach hat Kiel es wieder in der eigenen Hand, die Meisterschaft an die Förde zu holen.

Mit 40:4 Punkten liegen die Kieler zwar noch einen Zähler hinter den Hamburgern (41:5), weisen aber einen Minuspunkt weniger auf (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Kiel ist klarer Favorit

"Diesmal müssen wir konzentrierter sein", ermahnt Kiels Trainer Alfred Gislason seine Mannschaft. Zumal der Druck auf seiner Startruppe lastet.

"Die Kieler gehen als klarer Favorit in die Partie", weiß Lemgos Trainer Volker Mudrow, baut aber auf den Heimvorteil. "In dieser besonderen Atmosphäre müssen wir von der ersten Minute an den Kampf annehmen und jeder Spieler muss zu hundert Prozent seine Leistung abrufen. Dann ist auch gegen den THW Kiel etwas möglich, und wir werden natürlich alles daran setzen, um die zwei Punkte auf der Habenseite zu verbuchen." (Stenogramme: 23. Spieltag)

Lemgo jagt Grosswallstadt

Die zwei Punkte wären für die Lemgoer im Kampf um die Europapokal-Plätze nach der überraschenden Derby-Niederlage gegen Lübbecke ein großer Schritt nach vorne, ganz zu schweigen von dem psychologischen Aspekt.

Vom derzeitigen Sechsten TV Grosswallstadt (29:17) trennt die Lemgoer (28:16) ein Punkt und auch der VfL Gummersbach (27:17) lauert direkt hinter den Ostwestfalen.

THW ohne Palmarsson

Für die Kieler ist es die zweite Partie von vier Auswärtsspielen in Folge, ehe mit dem Champions-League-Achtelfinal-Rückspiel gegen Kopenhagen beginnend fünf Heimspiele in Serie auf dem Programm stehen.

Dabei muss Gislason auf Aron Palmarsson verzichten. Der zuletzt starke Isländer zog sich gegen Gummersbach eine Sprunggelenksverletzung zu und wird pausieren.

Rot für Omeyer

Gislasons Mannschaft brennt auf eine Revanche aus der Vorsaison, und vor allem die harte Gangart der Gastgeber hat die Truppe nicht vergessen.

Thierry Omeyer sah in der aufgeheizten Atmosphäre nach einem Gerangel früh die Rote Karte, Filip Jicha landete mit einer Gehirnerschütterung im Krankenhaus.

"Damals gingen die Lemgoer ziemlich hart zur Sache", erinnert sich Gislason. "Ich hoffe, die Schiedsrichter werden das diesmal besser in den Griff bekommen."

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