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Silvio Heinevetter wechselte 2005 von Concordia Delitzsch zum SC Magdeburg © getty

Nichts für schwache Nerven: In einem kampfbetonten Spiel fügt der SC Magdeburg Göppingen die erste Saisonniederlage zu.

Von Katrin Freiburghaus

München - Frisch auf Göppingen hat am Dienstagabend beim Gastspiel in Magdeburg die erste Saisonniederlage einstecken müssen.

Das 28:24 (14:12) war die erwartet hart umkämpfte Partie und nichts für Handball-Ästheten. Der SC Magdeburg konnte damit aber gut leben, stellte er mit dem Sieg doch den Anschluss zur Spitzengruppe wieder her.

Magdeburg rangiert mit 10:6 Punkten auf dem sechsten Platz vor, Göppingen ist mit 11:3 Zählern derzeit Fünfter.

"Alles super"

"Alles super", sagte ein sichtlich erschöpfter Christian Sprenger nach dem Spiel, "das war nicht einfach für uns."

"Drei Spiele innerhalb von sieben Tagen sind schon anstrengend, und daher sind wir heilfroh, dass wir das Ding zum Schluss noch so deutlich gewonnen haben", sagte der Magdeburger weiter.

Magdeburg nervös

In einer über weite Strecken zerfahrenen Begegnungen erwischte Göppingen gegen sehr nervöse Magdeburger den besseren Start und ging schnell mit 3:0 in Führung.

Die Gäste kamen in der ersten Viertelstunde vor allem durch die Mitte immer wieder zu besten Möglichkeiten.

So kam es, dass Magdeburgs Fabian van Olphen mit seinem Treffer zum 7:7 nach 15 Minuten erstmals einen Gleichstand herstellte.

Einer zu viel

Nach 20 Minuten verschärften die Magdeburger ihre Gangart und gingen in der 25. Minute folgerichtig durch Stian Hauge Tönnesen in Führung (11:10).

Als sich Bartosz Jurecki in der 27. Minute bei einem Stürmerfoul wehtat, entbrannte eine heftige Diskussion zwischen den Trainern, die daraufhin beide die Gelbe Karte kassierten.

Kurz vor der Halbzeit drehten die Hausherren dann noch einmal auf und zogen auf 13:10 davon. Das 13:10 durch Jurecki hätte allerdings nicht zählen dürfen, da die Magdeburger zum Zeitpunkt des Tores einen Spieler zu viel auf dem Feld hatten.

Schmerzhafte Kollisionen

Nach dem Seitenwechsel ging Göppingens Torhüter Adam Weiner in der 34. Minute zu Boden, nachdem ihn Andreas Rojewski mit einem Wurf von der rechten Seite voll im Gesicht erwischt hatte.

Auch auf der anderen Seite gab es eine schmerzhafte Kollision zwischen Mensch und Spielausrüstung: Zwölf Minuten vor dem Abpfiff rannte Magdeburgs Keeper Silvio Heinevetter bei einem Abwehrversuch gegen den Torpfosten.

Beide Schlussmänner konnten aber nach kurzen Pausen weitersepielen.

Offenes Duell

Die Magdeburger verteidigten ihren Vorsprung bis zur 50. Minute, ehe Göppingen letztmalig ausglich (21:21).

Göppingen gestaltete die Partie bis zum Schluss offen, unmittelbar vor dem Ende leisteten sich die Gäste allerdings einige Unkonzentriertheiten in der Defensive, so dass der Endstand von 28:24 in Ordnung ging.

Bester Werfer auf Seiten der Magdeburger war Damien Kabengele mit sechs Toren, Göppingens Rares Jurca traf siebenmal.

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