vergrößernverkleinern
Christian Zeitz (l.) blieb gegen Lemgo ohne Torerfolg © imago

Der TBV setzt sich gegen den Meister durch. Die Ostwestfalen drehen einen Sechs-Tore-Rückstand. Der HSV löst seine Aufgabe.

München/Halle - Der TBV Lemgo hat am 23. Spieltag für eine Sensation gesorgt.

Der Ex-Meister setzte sich im Topspiel gegen Meister THW Kiel mit 32:30 (14:14) durch.

Vom Patzer der Kieler profitierte Tabellenführer HSV Hamburg, der wenige Stunden vor der Niederlage des THW mit einem 35:28 (15:15) bei der MT Melsungen vorgelegt hatte.

Die Hansestädter führen die Tabelle mit 43:5 Punkten vor dem Erzrivalen aus Kiel (40:6) an (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Kiel diktiert ersten Minuten

Im Gerry-Weber-Stadion in Halle (Westfalen) kassierte Kiel vor 10.250 Zuschauern nach dem Unentschieden im Hinspiel die zweite Saisonniederlage.

Nach starkem Beginn und zwischenzeitlicher Sechs-Tore-Führung (9:3) verloren die "Zebras" gegen aufdrehende Gastgeber mehr und mehr den Faden.

"Wir haben nach 15 Minuten einen Gang runtergeschaltet und das war ausschlaggebend", analysierte Kiels Rückraumspieler Kim Andersson im DSF. "Wir dürfen so ein Spielen nicht verlieren. Aber Lemgo ist ein starker Gegner, der jeden schlagen kann."

Kraus spielt trotz Beschwerden

Angeführt von Rückkehrer Michael Kraus (7 Tore), der nach einer Oberschenkelblessur in den Kader zurückkehrte, glich Lemgo bis zur Halbzeit aus (Stenogramme: 23. Spieltag).

"Der Oberschenkel schmerzt zwar noch, aber ich wollte unbedingt gegen Kiel spielen", sagte Kraus im DSF. "Nach den ersten zehn Minuten sah es sehr schlecht aus, aber wir haben Moral bewiesen und uns zurückgekämpft. Gegen Lübbecke hat uns die Bewegung im Angriff gefehlt. Wir sind sehr aggressiv ins Spiel gegangen und haben unsere Angriffe geduldig zu Ende gespielt."

Strobel macht Sieg klar

In den zweiten 30 Minuten zog Lemgo auf sieben Tore davon (28:21), ehe Kiel hauptsächlich durch Einzelaktionen noch einmal herankam. Martin Strobels Tor zum 32:29 1:49 Minuten vor Schluss bedeutete dann die Entscheidung zu Gunsten der Gastgeber.

"Wir haben zu Beginn der zweiten Halbzeit zu schnell abgeschlossen und am Schluss war zu wenige Spielzüge ausgespielt", sagte Andersson.

Mit Herz und Moral

Für die Lemgoer war es im Kampf um die Europapokalplätze ein wichtiger Sieg. "Wir wollen nächste Saison international spielen. Das waren ganz wichtige Punkte", sagte Trainer Volker Mudrow im DSF. "Die Mannschaft Leidenschaft, Herz und Moral gezeigt."

Und Kraus ergänzte: "Wir müssen jetzt Konstanz in unser Spiel bekommen."

150. HSV-Spiel von Schwalb

Gegen Melsungen feierte Martin Schwalb in seinem 150. Bundesliga-Spiel als HSV-Trainer ein gelungenes Dienstjubiläum. 4300 Zuschauer in der ausverkauften Rothenbach-Halle in Kassel sahen dabei eine bis zur Pause spannende Partie.

Nach Wiederanpfiff diktierten die Gäste aus Hamburg das Spiel und kamen schließlich zu einem ungefährdeten Sieg. Bester Werfer war Hans Lindberg mit zehn Toren.

Alle Spiele gewinnen

Die Hamburger haben es vor dem Duell mit dem THW wieder selbst in der Hand, die Meisterschaft zu ihren Gunsten zu entscheiden.

"Jetzt müssen wir gegen Hamburg gewinnen", stellte Andersson fest. "Generell müssen wir jetzt alle Spiele gewinnen."

Zum Forum - Jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel