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Gummersbach-Coach Sead Hasanefendic trainiert auch das serbische Nationalteam © getty

Gummersbach siegt beim TV Großwallstadt, die Löwen retten sich gegen Hannover. Nach dem Top-Spiel kochen die Emotionen hoch.

München - Favoritenschreck VfL Gummersbach ist in der Bundesliga der nächste Big Point geglückt.

Im Duell der Traditionsvereine beim TV Großwallstadt rettete das Team von Trainer Sead Hasanefendic einen 26:25 (14:14)- Sieg über die Zeit.

Dabei mussten die Oberbergischen auf Viktor Szilagyi (Magen-Darm-Infekt) und Drago Vukovic (Gehirnerschütterung) verzichten, bester Werfer beim VfL war Vedran Zrnic (6/3).

"Das war heute ein unglaublich wichtiger Sieg für meine Mannschaft, ich bin sehr zufrieden. Wir haben trotz vieler schwerer Momente im Spiel nie die Ruhe und Konzentration verloren", sagte Hasanefendic.

Löwen mit Zittersieg

Den Rhein-Neckar Löwen war zuvor im zweiten Sonntagsspiel ein mühsames 27:26 (16:18) gegen den TSV Hannover-Burgdorf gelungen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Erst unmittelbar vor Abpfiff erzielte Rechtsaußen Patrick Groetzki den umjubelten Siegtreffer, nachdem die Badener gegen den Aufsteiger lange Zeit zurückgelegen hatten.

Olafur Stefansson klagte: "Wir spielen hier Russisches Roulette, irgendwann trifft uns die Kugel. Hannover hätte heute zwei Punkte verdient gehabt."

Löwen-Manager Thorsten Storm war sauer über die "schlechteste Saisonleistung".

Aufregung nach Top-Spiel

Nach dem 32:31 (17:10)-Zittersieg von Vizemeister HSV Hamburg gegen den TBV Lemgo am Samstag kochten auf beiden Seiten die Emotionen hoch.

Obwohl der HSV im Rennen um die Meisterschaft seinen Vorsprung vor Dauerrivale THW Kiel ausbaute, bemängelte Trainer Martin Schwalb die Leistung seiner Spieler, die am Ende einen Neun-Tore-Vorsprung verspielten.

Zerbe und Mudrow erbost

Laut den Gästen hätte der Siegtreffer von Krzysztof Lijewski in der Schlussminute nicht zählen dürfen, da angeblich ein Pfiff ertönt sei.

"Es war so deutlich ein Pfiff zu hören, dass es mir ein Rätsel ist, wieso so etwas unter den Tisch fallen gelassen wird", sagte TBV-Manager Volker Zerbe nach dem Spiel. Zudem kritisierten Lemgos Verantwortliche, dass ein Hamburger Spieler vor dem schnellen Anwurf, der zum Siegtreffer führte, noch in der Lemgoer Hälfte gestanden habe.

"Die Schiedsrichter haben 59 Minuten gut gepfiffen, eine Minute schlecht", wetterte Lemgos Trainer Volker Mudrow.

HSV trotz Führung unzufrieden

Während der TBV (30:18 Punkte) im Rennen um die Europacup-Plätze einen Rückschlag erlitt und den Sprung auf Rang fünf verpasste, liegt der HSV mit 45:5 Punkten weiter vor Titelverteidiger Kiel (40:6). Richtig zufrieden waren die Hanseaten nach dem Einbruch in den letzten zehn Minuten aber nicht.

"Wir haben 50 Minuten überragend gespielt, aber in der Schlussphase den Ball nur noch weggeschmissen und Gegenstöße kassiert. Am Ende hatten wir einfach ein Schweineglück", sagte Hamburgs Rechtsaußen Hans Lindberg, der vor 12.810 Zuschauern gemeinsam mit Blazenko Lackovic mit jeweils sechs Toren bester HSV-Werfer war.

Und Trainer Schwalb meckerte: "Wir haben mehrere Fehler gleichzeitig gemacht. Das darf nicht passieren."

Göppingen auf Kurs

Hinter Hamburg und Kiel liegt FA Göppingen nach dem 36:34 (19: 20)-Sieg bei der TuS N-Lübbecke aussichtsreich im Rennen um die Teilnahme am internationalen Wettbewerb. Die Gäste, bei denen Nationalspieler Lars Kaufmann mit acht Toren bester Werfer war, haben als Tabellendritter 37:11 Punkte.

Göppingens Trainer Velimir Petkovic freute besonders über das starke Abwehrverhalten in der zweiten Spielhälfte: "20 Gegentore in Halbzeit eins und 14 Gegentore nach der Pause - das spricht Bände."

Im Abstiegskampf verschaffte sich der HBW Balingen-Weilstetten durch ein 29:21 (12:7) gegen Schlusslicht GWD Minden Luft und überholte den TSV Dormagen, der sich in Melsungen mit 31:36 (12:16) geschlagen geben musste.

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