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Roman Pungartnik spielte von 2007 bis 2008 beim VfL Gummersbach © imago

Mit Neuzugang Roman Pungartnik geht Lübbecke auf Fuchsjagd gegen Berlin. Der Ärger um Heinevetter ist noch nicht verflogen.

Von Julian Meißner

München - Mit einer hochkarätigen Verstärkung geht der TuS N-Lübbecke in die Generalprobe für das Pokal-Final-Four am kommenden Wochenende.

Am Ostermontag steht für die Ostwestfalen die Liga-Partie bei den Füchsen Berlin an (17 Uhr LIVESCORES und im DSF). Mit an Bord: Roman Pungartnik.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Der TuS hatte den 38-jährigen Slowenen, der in Deutschland schon für Wilhelmshaven, Kiel, den HSV und Gummersbach auf Torejagd ging, kurzfristig aus Celje losgeeist.

Aus Celje zurück

Der variable Linkshänder, der eigentlich im Sommer seine Karriere beendet hatte und nun als Sportdirektor bei Flensburgs EHF-Pokal-Gegner RK Celje und der slowenischen Nationalmannschaft fungiert, soll für die verletzten Alexandros Alvanos und Heidmar Felixson in die Bresche springen. (STENOGRAMME: 26. Spieltag)

"Ich erwarte von Roman natürlich keine sofortigen Wunderdinge", sagt TuS-Coach Patrik Liljestrand: "Aber er ist ein Spieler, der über ganz viel Erfahrung und Spielintelligenz verfügt und wird uns daher mit Sicherheit schnell helfen können."

Dass seine Spieler in Gedanken schon beim Saisonhighlight in Hamburg sind, bestreitet der Schwede.

"Wir konzentrieren uns auf die Begegnung in Berlin. Das Lufthansa Final Four kommt danach", so Liljestrand. Arne Niemeyers Plan: "Wir wollen in Berlin Selbstvertrauen tanken."

Jurecki wieder an Bord

Mit dabei ist am Montag auch Rückraum-Ass Michael Jurecki (Rückenverletzung). "Ich darf wieder mit der Mannschaft trainieren und gehe davon aus, dass ich am Montag spielen kann", sagte der Pole.

Die Berliner können am Montag ihren Rekord von 30 Bundesliga-Punkten aus der Vorsaison einstellen

Hanning will Siege

"Wir wollen jetzt alle Heimspiele gewinnen und die eine oder andere Mannschaft auswärts ärgern", gibt Füchse-Manager Bob Hanning die klare Marschroute für den Rest der Saison nach zuletzt drei Bundesliga-Siegen in Folge vor.

Die Chancen zumindest für die Aufgabe vor heimischer Kulisse stehen gegen Nettelstedt nicht schlecht: Der TuS ist in dieser Saison immer noch ohne Auswärtssieg.

Ärger um Heinevetter

Der Wirbel aus dem letzten Heimspiel der Füchse gegen Wetzlar um Nationalkeeper Silvio Heinevetter hallt unterdessen weiter nach.

Nach einem Handgemenge inklusive Fünf-Spiele-Sperre wegen Beiß-Attacke durch Georgios Chalkidis hatte HSG-Coach Michael Roth den Nationalkeeper mit scharfen Worten angegriffen.

"Der ist ein Provokateur und muss endlich mal bestraft werden. Er hat meine Jungs schon das ganze Spiel gereizt. Die Spieler an der Mittelinie beschimpft, die Worte waren weit unter der Gürtellinie. Das ist seine Marotte, nur macht nie einer was dagegen. Der führt sich auf wie ein Gorilla und nervt die Liga."

Kontra vom Füchse-Torwart

Der Nationalkeeper konterte in der "B.Z.": "Der zweite Torhüter von Wetzlar hat mir schon während des Spiels den Stinkefinger gezeigt und nur deshalb habe ich mich bei den Schiris beschwert. Wenn sich der Gegner nicht unter Kontrolle hat, dann habe ich auch irgendwann mal kein Verständnis mehr dafür."

Sein Plädoyer: "Ich bin kein Rüpel oder Dauer-Provokateur. Das ist absoluter Schwachsinn. Und dass Emotionen bei so einer engen Schlussphase mal hoch kochen, ist doch normal. Den bisschen Stunk nehme ich in Kauf, wenn wir dafür die wichtigen zwei Punkte haben."

Pluspunkt für die Füchse: Der österreichische Torjäger Konrad Wilczynski soll nach seiner Handverletzung, die er der Heim-EM im Januar erlitten hatte, wieder mit von der Partie sein.

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