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Daniel Narcisse wechselte 2009 von Chambery Savoie HB zum THW Kiel © getty

Der THW hat gegen den Erzrivalen Flensburg das bessere Stehvermögen und holt im Kampf um die Tabellenspitze wichtige Punkte.

Kiel - Der Deutsche Meister THW Kiel hat das Spitzenspiel der Bundesliga gewonnen und bleibt dem Tabellenführer HSV Hamburg weiter auf den Fersen.

Gegen den Nordrivalen und Tabellendritten SG Flensburg-Handewitt siegte der Rekordmeister in einer kampfbetonten Partie 29:23 (14:12) und liegt mit 46:6 Punkten bei einer weniger ausgetragenen Partie hinter den Hamburgern (49:5) auf Platz zwei.

Am 22. Mai kommt es in Hamburg zum Aufeinandertreffen der derzeit besten deutschen Vereinsmannschaften. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Flensburg geht die Luft aus

Vor 10.250 Zuschauern hatten die Flensburger, die mit 38:14 Punkten auf Platz drei bleiben, allerdings den besseren Start.

Nach knapp einer Viertelstunde führten die Gäste mit 7:4 und hatten nach zwei Hinausstellungen gegen Kiel doppelte Überzahl. Allerdings konnten sie die große Chance, sich weiter abzusetzen, nicht nutzen.

Mit sechs gegen vier Spielern gelang ihnen kein Torerfolg. Bis zur Pause holten die Kieler Tor um Tor auf und gingen beim 12:11 (27.) erstmals in Führung.

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich eine enge Begegnung, ehe die Kieler sich innerhalb weniger Minuten von 18:17 (40.) auf 23:17 (45.) absetzten.

Im weiteren Spielverlauf verteidigten sie ihren Vorsprung souverän und sicherten sich die wichtigen Punkte.

"Das hat wirklich weh getan"

Kiels Top-Torjäger Filip Jicha zeigte sich nach dem Spiel deutlich erschöpft: "Es war ein intensives Spiel. Das hat wirklich weh getan."

Ohne ihren etat-mäßigen Kreisläufer Marcus Ahlm und den noch angeschlagenen Kim Andersson zeigte sich der Rekordmeister besonders in der letzten Viertelstunde in Höchstform. Vor allem Ahlm-Ersatz Igor Anic und der Franzose Daniel Narcisse zeichneten sich durch starke Abwehraktionen und Tore aus.

"Ich muss vor Igor den Hut ziehen, er hat wirklich ein Klasse Spiel gezeigt und uns hinten wie vorne sehr geholfen", schwärmte Jicha im DSF.

Letztes Nord-Derby für Christiansen

Für Kiel trafen Jicha, Momir Ilic und Henrik Lundström je fünf Mal.

Für Flensburg war Lars Christiansen wieder einmal bester Werfer. Für den Dänen war es aber auch ein besonderes Spiel, nämlich sein letztes Nord-Derby. Der Linksaußen wird seine Bundesliga-Karriere nach dieser Saison beenden.

Bemerkenswert: Die Fans des Gegners feierten den Ausnahmespieler mit Standing Ovations.

Christiansen wechselte bereits 1996 von KIF Kolding zur SG Flensburg-Handewitt und holte unter anderem Titel als Deutscher Meister, Deutscher Pokalsieger und EHF-Cup-Gewinner.

Das Spiel im Stenogramm:

THW Kiel - SG Flensburg-Handewitt 29:23 (14:12)Tore: Jicha (5), Ilic (5), Lundström (5), Anic (4), Narcisse (4), Sprenger (3), Zeitz (2), Reichmann (1) für Kiel - Christiansen (5), Carlen (4), Mogensen (3), Heinl (3), Pettersson (3), Boesen (2), Svan Hansen (2), Eggert (1) für FlensburgZuschauer: 10.250 (ausverkauft)

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