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Oilver Roggisch gewann mit seinen Löwen das Hinspiel in Lemgo mit 38:22 © getty

Nicht nur gegen Lemgo muss das Lindgren-Team auf neutralen Boden. Auch der TBV kann klettern und hofft auf Revanche.

Von Marwan El-Eid

München - Rastlos ins Verfolgerduell: Zwischen Hin- und Rückspiel ihres Champions-League-Viertelfinals gegen den THW Kiel müssen die Rhein-Neckar Löwen in der Bundesliga gegen den TBV Lemgo (ab 19.45 LIVESCORES und auf SPORT1) im Kampf um Platz 3 punkten.

Vom letzten Quali-Platz für die Königsklasse könnten die Badener (39:15 Punkte) zumindest vorläufig die SG Flensburg-Handewitt (40:14) verdrängen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Auch die Lemgoer stehen genau zwischen ihren Europapokal-Duellen - im EHF-Cup-Halbfinale gegen La Rioja. Und auch sie sind als Tabellensiebter (34:20) hinter den Erwartungen zurück.

Ausweichen nach Karlsruhe

Die Ostwestfalen - im Guten wie im Schlechten immer für eine Überraschung gut - wollen mit einem Auswärtscoup den sechsten Platz, der fürs internationale Geschäft berechtigt, vom VfL Gummersbach (35:19) erobern.

Doch gegnerisches Gebiet muss der TBV nur bedingt erobern: Da die Arena in Mannheim wegen der Eishockey-WM nicht mehr zur Verfügung steht, steigt das Duell in Karlsruhe.

Dort geht es für beide nach den Europapokal-Pleiten auch um Wiedergutmachung.

"Jede Partie ein Endspiel"

Die arg kurze Verschnaufpause lässt Löwen-Kreisläufer Bjarte Myrhol kalt: "Wir können den Spielplan ja nicht ändern. Außerdem hat Lemgo ja auch Europapokalspiele und ist entsprechend im Stress."

"Mit einer vollen Halle und der Unterstützung der Fans können wir Lemgo unter Druck setzen und zwei Punkte holen, da bin ich mir sicher", sagt der Norweger, dessen Team zuletzt fünf Heimspiele in Serie gewann.

Wie wichtig die verbleibenden sieben Partien sind, weiß auch Löwen-Coach Ola Lindgren, der bis auf den langzeitverletzten Spielmacher Gudjon Valur Sigurdsson aus dem Vollen schöpfen kann: "Für uns ist jede Partie in der Liga ein Endspiel."

Chance zur Revanche für Lemgo

Nur viel Unruhe im Verein und in der Mannschaft verhinderte in dieser Spielzeit, dass auch der TBV ernsthaft im Kampf um Platz drei mitmischt.

Drei Zähler gegen Kiel in der laufenden lassen das Potenzial erahnen. "Die Lage ist bei uns gut, wir werden Lemgo nicht unterschätzen", warnt auch Lindgren.

Bei den Gästen ist Martin Galias Hexenschuss beinahe ausgeheilt. Sorgen macht dagegen Daniel Kube, dessen Knie am Dienstag untersucht wurde. Der tschechische Abwehrchef soll aber auf jeden Fall auflaufen.

Das Hinspiel der laufenden Saison gewannen die Löwen deutlich mit 38:22 in Lemgo - daher sei "eine dicke Rechnung offen", teilt der TBV mit.

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