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Frank Bohmann, gelernter Volkswirt und Agrarökonom, sitzt seit 2004 der HBL vor © getty

Ein pikantes Foto, auf dem Frank Bohmann feiernd zusammen mit HSV-Präsident Andreas Rudolph zu sehen ist, sorgt für Unruhe.

Von Julian Meißner

München - Liga-Boss Frank Bohmann droht Ungemach aus den eigenen Reihen: Die Handball-Bundesliga (HBL) hat nach einem Bericht der "Kieler Nachrichten" ihren Geschäftsführer abgemahnt.

Hintergrund ist ein Foto, auf dem der Funktionär mit zerrissenem Hemd feiernd an der Seite von HSV-Präsident Andreas Rudolph zu sehen ist.

Das Foto wurde nach dem Hamburger Pokalsieg am 11. April aufgenommen und in einer örtlichen Zeitung abgedruckt.

Von Seiten der HBL hieß es auf Anfrage von SPORT1, man wolle zu dem Fall keine offizielle Stellungnahme abgeben. Liga-Präsident Reiner Witte erklärte: "Wir kommentieren keine internen arbeitsrechtlichen Angelegenheiten der HBL."

Irritationen beim Final-Gegner

Besonders im Lager des unterlegen Pokalfinalisten Rhein-Neckar Löwen hat das Foto für Irritationen gesorgt.

Schließlich fühlten sich die Badener im Endspiel, das der HSV mit 33:34 nach Verlängerung für sich entschied, von den Schiedsrichtern benachteiligt.

Fan am Pranger

"Dieses Bild hätte ich mir gerne erspart, es entspricht nämlich keinesfalls der Realität. Ich habe nicht über die Stränge geschlagen, ein Fan hat mein Hemd zerrissen", wird Bohmann im "Mannheimer Morgen" vom 20. April zitiert.

Bohmann: "Es war ein normaler Besuch auf einer Feier. Ich bin auch schon auf Meisterpartys des THW Kiel gewesen."

Pikant ist die Angelegenheit, da rund um das Final-Four-Turnier Bedenken hinsichtlich der Chancengleichheit der Teilnehmer aufkamen. Nicht zum ersten Mal wurde dabei der inoffizielle Gastgeber-Status des aktuellen Bundesliga-Tabellenführers kritisiert.

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