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Mominr Ilic kam von Gummersbach an die Förde © imago

Vor den Wochen der Entscheidung gehen Kiels Trainer Gislason die Spieler aus. Neuster Verletzter ist Rückraumspieler Momir Ilic.

Köln - Für Rekordmeister THW Kiel wird die Zeit bis zum Titel-Duell bei Spitzenreiter HSV Hamburg am 22. Mai zu einem Rennen gegen die Uhr.

Das Lazarett der "Zebras" wird vor dem Spiel des Jahres immer größer, jüngstes Beispiel: Momir Ilic.

Der serbische Zweimeter-Riese musste im Spiel gegen TUS N-Lübbecke (34:26) in der 23. Minute nach einem Zusammenprall ausgewechselt und mit einem dick bandagierten Knie ins Krankenhaus gebracht werden.

Rückraumspieler im Fokus

Es ist bereits der dritte Rückraumspieler der Kieler, der in der heißen Phase der Saison auszufallen droht.

Ob sich bei Ilic, der bis zu seinem Ausscheiden schon sechs Tore geworfen hatte, der Verdacht auf Knorpelstauchung im linken Knie bestätigt, sollte am Mittwochnachmittag abschließend geklärt werden.

Gislason in Sorge

"Ich mache mir schon große Sorgen um die Gesundheit einiger Spieler. Sollte auch noch Ilic länger ausfallen, wäre das ein sehr teuer erkaufter Sieg gewesen", sagte der vom Verletzungspech seiner "Shooter" gebeutelte THW-Coach Alfred Gislason. (DATENCENTER: Die Tabelle)

Auch Jicha verletzt

Neben dem schwedischen Nationalspieler Kim Andersson, der nach einer Knie-OP bis Saisonende ausfällt, ist auch Filip Jicha weiter angeschlagen.

Der Tscheche - zusammen mit Ilic bester TWH-Werfer (je 170 Tore in dieser Runde) - musste wegen seiner hartnäckigen Wadenverletzung gegen TUS N-Lübbecke pausieren und kann auch in der Partie am Freitag bei Aufsteiger TSV Hannover-Burgdorf nicht auflaufen.

Derad hofft

"Ich hoffe nur, dass nicht noch mehr angeschlagene Spieler übrig bleiben, und drücke uns diesbezüglich mal selbst die Daumen", sagte Kiels Geschäftsführer Uli Derad mit Blick auf das Meisterschafts-"Finale" am 22. Mai in Hamburg und das Final-Four-Turnier um den Champions-League-Sieg am 29./30. Mai in Köln.

HSV marschiert weiter

Ebenso wenig wie Jäger Kiel gab sich Bundesliga-Spitzenreiter und DHB-Pokalsieger HSV beim 31:19 gegen die HSG Wetzlar eine Blöße.

Das Team von Trainer Martin Schwalb (55:5) führt vor den abschließenden vier Spieltagen die Tabelle weiterhin mit einem Punkt Vorsprung vor dem THW (54:6) an.

Bitter resümiert

"Ziel war es gegen Wetzlar, unsere Ausgangsposition in der Tabelle zu halten. Im Angriff haben wir ein bisschen zu viele Fehler gemacht und zu viele Chancen nicht verwerten können", sagte Hamburgs glänzend aufgelegter Nationalkeeper Johannes Bitter. Stefan Schröder war mit sechs Treffern bester HSV-Werfer.

Lindberg trifft wie er will

Der in der Bundesliga-Torschützenliste führende Hans Lindberg (4/4) schraubte seine Bilanz in dieser Runde auf 235 Treffer (davon 122 Siebenmeter).

Seinen sechsten Platz festigte der VfL Gummersbach im Duell der beiden Europapokalfinalisten gegen Verfolger TBV Lemgo (29:24).

Hoffnung in Berlin

Die Füchse Berlin siegten beim TV Großwallstadt (29:25) und dürfen sich weiter Hoffnungen auf den Sprung ins internationale Geschäft machen. (Die Stenogramme)

Sollte sowohl Gumersbach den Pokalsieger-Wettbewerb als auch Lemgo den EHF-Cup gewinnen und sich die SG Flensburg-Handewitt als Dritter für die Königsklasse qualifizieren, würde Platz acht zur Teilnahme am EHF-Pokal reichen.

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