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Narcisse erzielte gegen Hannover wie Lundström und Zeitz sechs Treffer © getty

Meister THW Kiel ist nach dem Sieg in Hannover zumindest über Nacht wieder Tabellenführer. Drei Spieler erzielen sechs Treffer.

Hannover - Eine Woche vor dem Showdown beim HSV Hamburg hat der THW Kiel dem Nordrivalen die Tabellenführung in der Bundesliga abgejagt.

Der deutsche Meister gewann am Freitag mit 32:25 (15:15) bei Aufsteiger TSV Hannover-Burgdorf und zog zumindest für einen Tag am bisherigen Spitzenreiter aus Hamburg vorbei. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Titelverteidiger Kiel liegt mit 56:6 Punkten einen Zähler vor dem HSV (55:5), der am Samstag beim TuS N-Lübbecke antritt (ab 19 Uhr im LIVESTREAM auf SPORT1.de und LIVESCORES).

Drei Kieler mit sechs Treffern

Rekordmeister Kiel brachte den Sieg nach einer Steigerung in der zweiten Halbzeit sicher nach Hause.

"Ich bin froh, hier überhaupt gewonnen zu haben. Es war ein sehr schweres Spiel. Wir haben zu Beginn zu passiv gespielt, und auch die Torwartleistung war auf der anderen Seite beser", sagte Kiels Coach Alfred Gislason.

"Die Abwehr stand sehr schlecht und wir haben in der ersten Halbzeit auch viele Bälle im Gegenstoß weggeworfen", monierte Kiels Marcus Ahlm bei SPORT1 (VIDEO: SPORT1-Analyse mit Marcus Ahlm und Daniel Brack).

Erfolgreiche Abwehrumstellung

Der Schlüssel zur Wende in der zweiten Halbzeit war vor allem Kiels erfolgreiche Umstellung auf eine offensive 3-2-1-Abwehr.

"Mittlerweile haben sie eben zwei sehr gute Abwehrsysteme", meinte Hannovers Daniel Brack bei SPORT1 anerkennend: "Durch die Umstellung sind wir ins Schlingern gekommen."

Beste Werfer der Kieler, die in Hannover auf den verletzten Momir Ilic verzichten mussten, waren Henrik Lundström, Christian Zeitz und Daniel Narcisse mit jeweils sechs Treffern. Zeitz sei "etwas krank" ins Spiel gegangen, berichtete Gislason.

Bei den Gastgebern, die auf dem 14. Tabellenplatz verharren, trafen Torge Johannsen und Lars Friedrich je fünfmal. (Stenogramme 31. Spieltag)

Entscheidungsspiel in Hamburg

"Der THW hatte den längeren Atem und hat das Spiel zum Schluss dominiert", räumte TSV-Trainer Frank Carstens. Er lobte die "Energieleistung" seines Teams, das im dritten Spiel binnen sechs Tagen einige Ausfälle zu beklagen hatte.

Am kommenden Spieltag treten die Kieler in Hamburg zum vorentscheidenden Duell um den Titel an.

Eine Woche später kämpft der THW beim Final-Four-Turnier in Köln dann um den Champions-League-Sieg.

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