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Christian Fitzek ist seit 2005 Sportlicher Leister in Hamburg © getty

Nach dem Verlust des ersten Tabellenplatzes hagelt es Kritik auf die HSV-Spieler. Sportchef Fitzek kündigt eine härtere Gangart an.

Von Jessica Pulter

München - Platz eins in der Bundesliga ist dahin, die Titelträume für den HSV Hamburg sind in weite Ferne gerückt.

Nach der 31:33-Niederlage im Heimspiel gegen den THW Kiel ist die Ernüchterung bei den Hamburgern groß. Hinter den Kulissen wird derweil fleißig nach der Ursache für das Straucheln auf der Zielgeraden gesucht.

Hamburgs Sportchef Christian Fitzek hat da seine eigene Theorie, warum es in dieser Saison wahrscheinlich wieder nicht mit dem Titel klappt.

"Einigen scheint es bei uns zu gut zu gehen", meint Fitzek gegenüber der "Bild" und attackiert damit seine eigene Mannschaft.

Zu viele Annehmlichkeiten

Fitzek kritisiert vor allem die Disziplin einiger Spieler, die von Seiten des Vereins viele Annehmlichkeiten und Unterstützung im privaten Bereich erfahren.

"Die Spieler müssen mehr Verantwortung übernehmen. Wir müssen an der Professionalität arbeiten", erklärt der Sportchef.

Über mögliche Konsequenzen soll ein Gremien-Gipfel in Ahrensburg am Mittwoch diskutieren.

Offener Umgang mit dem Saisonziel

Zum einen seien die Spieler laut Fitzek leicht von anderen Dingen ablenkbar, zum anderen fordert der 49-Jährige, dass der HSV demnächst offener mit den Saisonzielen umgehen soll.

"Wir müssen klar sagen, dass wir Meister werden wollen. Wie der THW auch", sagt Fitzek. (DATENCENTER: Bundesliga)

"Der Erfolg muss über allem stehen"

Hinzu soll mehr Konstanz in die Partien kommen. "Da ist uns Kiel voraus, da setzen wir den Hebel an. Der Erfolg muss über allem stehen", erklärt Fitzek.

"Wir haben viele richtige Schritte gemacht, müssen aber härter werden, auch gegenüber uns selbst. Uns stärker disziplinieren."

Anscheinend wollen die Hamburger erstmal das vorhandene Spielermaterial auf die richtige Bahn bringen.

Denn außer Michael "Mimi" Kraus, der in Lemgo seinen Abschied nimmt, wird in diesen Tagen kein hochkarätiger Name mit den Hanseaten in Verbindung gebracht.

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