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Martin Schwalb ist seit 2005 Trainer beim HSV Hamburg © getty

Die Hamburger erobern gegen Hannover Rang eins zurück. Die Hoffnungen auf einen Kieler Ausrutscher sind jedoch gering.

Hamburg - Der HSV Hamburg hat seine Minimal-Chance auf die erste Meisterschaft in der Bundesliga gewahrt.

Durch ein 37:27 (19:14) am vorletzten Spieltag gegen Aufsteiger TSV Hannover-Burgdorf übernahm die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb zumindest bis Mittwoch die Tabellenspitze. (DATENCENTER: Bundesliga)

Die bessere Ausgangsposition hat aber weiter der THW Kiel, dem zwei Siege aus den verbleibenden zwei Spielen zur Titelverteidigung reichen.

Jubiläumstor von Lindberg

Vor 10.000 Zuschauern ließ der HSV im letzten Heimspiel der Saison nichts anbrennen. Nur zu Beginn hatten die Hanseaten mit den Gästen Probleme und gerieten schnell mit 0:3 in Rückstand.

"Am Anfang war das Spiel gegen Kiel noch in den Köpfen. Wir mussten erst Sicherheit gewinnen", erklärte Nationalspieler Torsten Jansen nach der Partie auf SPORT1 den Stotterstart. Die Hamburger glichen schnell zum 3:3 aus und zogen von da an kontinuierlich davon.

Jansen war am Ende mit sieben Treffern erfolgreichster Werfer beim Pokalsieger. (Stenogramme 33. Spieltag)

Wenig Hoffnung auf Kieler Ausrutscher

Torjäger Hans Lindberg erzielte sein 250. Saisontor, das gleichzeitig sein 1000. Pflichtspieltreffer im Trikot des HSV war.

Große Freude über den Sieg kam bei den Hanseaten allerdings nicht auf. Denn mit einem Ausrutscher der Kieler rechnet der Tabellenzweite nicht. "Man muss realistisch sein. Dafür sind die Kieler zu routiniert, um sich das noch nehmen zu lassen", dämpfte Pascal Hens die Erwartungen.

Rudolph plant keine teuren Transfers

Mit der Meisterschaft kann es in Hamburg dann also wohl erst im nächsten Jahr klappen. Hens wird beim nächsten Anlauf wieder mit an Bord sein. Vor dem Spiel gaben die Hamburger bekannt, dass der neue Vertrag für Hens nur noch Formsache sei.

Namhaften Neuzugängen erteilte Präsident Andreas Rudolph auf SPORT1 jedoch eine Absage. Zu Lemgos wechselwilligen Spielmacher Michael Kraus sagte er lapidar: "Selbst umsonst würden wir den nicht nehmen. Wir haben für ihn einfach keinen Platz."

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