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Hält Grosswallstadt (Andreas Kunz, r.) Filip Jichas Kieler noch auf? © imago

Kiel sieht sich beim TVG vor dem "schwersten Spiel der Saison". Göppingen verschlechtert seine Chancen auf die Königsklasse.

Hamburg - Die Konkurrenz geht fest vom 16. Titelgewinn des Rekordmeisters aus, doch der THW Kiel weist alle Vorschusslorbeeren zurück:

Auch wenn vor dem Saisonfinale der Handball-Bundesliga am Samstag (ab 16.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und LIVESCORES) vieles auf eine erfolgreiche Titelverteidigung der "Zebras" hindeutet, bleibt das Team von Trainer Alfred Gislason auf der Hut. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Das Spiel am Samstag wird das schwerste der Saison", sagt der isländische Coach vor der abschließenden Partie beim TV Großwallstadt.

Die Pflicht souverän erfüllt

Ein Punkt genügt den Kielern (60:6 Punkte) am letzten Spieltag, um mindestens aufgrund des besseren Torverhältnisses vor dem Tabellenzweiten HSV Hamburg (59:7) zu bleiben.

Mit dem souveränen 32:21 (19:9)-Erfolg im Nachholspiel gegen HBW Balingen-Weilstetten erfüllte der THW am Mittwochabend wie erwartet seine Pflicht (Die Stimmen im Video) und versetzte sich damit in die bestmögliche Ausgangsposition für den finalen Showdown um den Titel.

Die Hamburger, die zeitgleich in Balingen antreten und nur mit einem Sieg ihre Minimalchance auf die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte wahren würden, müssen schon auf ein Wunder hoffen.

Rudolph glaubt nicht ans Wunder

"Ich gehe nicht davon aus, dass sich Kiel das noch nehmen lässt", sagte HSV-Präsident Andreas Rudolph.

Die Hanseaten hatten die Tabellenspitze am drittletzten Spieltag im direkten Duell mit dem THW (31:33) verspielt.

Die Feier zur möglichen Meisterschaft ist in Kiel jedenfalls schon fest eingeplant. Ab 19 Uhr beginnt auf dem Rathausplatz der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt die "Champions-Party", bei der man neben dem Gewinn der europäischen Königsklasse vom vergangenen Wochenende auch die Meisterschaft bejubeln will.

Vorgeschmack auf die große Double-Party

Für die Mannschaft ist nach der Rückkehr aus Großwallstadt am späten Abend noch ein Auto-Korso vom Flughafen Kiel-Holtenau in die Innenstadt geplant.

Einen Vorgeschmack auf die große Double-Party erhielten die 10.250 Zuschauer beim letzten Heimspiel bereits vor dem Anpfiff.

Unterlegt vom Höhner-Hit "Viva Colonia" wurden noch einmal Bilder vom Champions-League-Triumph aus Köln aufs Hallen-Parkett projiziert. Anschließend lief die Mannschaft angeführt von Kapitän Marcus Ahlm mit dem Landesmeister-Cup ein und ließ sich von den Fans mit Standing Ovations feiern.

"Eine unglaubliche Atmosphäre, die Lust auf mehr macht", sagte Ahlm mit Blick auf das kommende Wochenende.

Abschied von Christiansen

Derweil untermauerte die SG Flensburg-Handewitt den bereits sicheren dritten Platz, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt, durch einen 34:31 (17:15)-Sieg gegen den TBV Lemgo.

Dabei stand vor allem der Abschied von Linksaußen Lars Christiansen im Mittelpunkt, der sein letztes Heimspiel für die Flensburger absolvierte.

Der Däne spielte 14 Jahre bei der SG und holte mit dem Klub sechs Titel, darunter die Meisterschaft 2004.

FA verpasst Chance zu klettern

Im dritten Spiel des Abends besiegte der VfL Gummersbach den Tabellennachbarn Frisch Auf Göppingen 32:22 (11:8) (Die Analyse im Video) und wahrte die Chancen auf Platz fünf. (Stenogramme 33. Spieltag)

Die Göppinger, die nun 46:20 Punkte aufweisen, verpassten es dagegen, die Rhein-Neckar Löwen (47:19) vom vierten Platz zu verdrängen, der wohl zur Teilnahme an einem Quali-Turnier für die Champions League berechtigt.

Die Badener können Platz 4 nun aufgrund des besseren Torverhältnis schon mit einem Unentschieden gegen Wetzlar absichern, während Frisch Auf in Lemgo antritt.

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