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Torsten Jansen erzielte Hamburgs erste sechs Tore im Schlager © getty

Trotz der Disqualifikation eines Schlüsselspielers siegt der HSV im Endspurt beim TBV Lemgo. Flensburg stürmt auf Platz zwei.

Von Michael Spandern

Der HSV ist nun auch in der Bundesliga in der Spur: Die Hamburger stürzten im Gerry-Weber-Stadion von Halle den Tabellenzweiten TBV Lemgo. Der bereits mit sieben Minuspunkten belastete Titelanwärter behielt in der Schlussphase die Nerven und siegte 34:30 (14:13).

Auf Platz zwei stürmte die SG Flensburg-Handewitt durch einen überdeutlichen 40:26 (20:13)-Heimsieg gegen den TSV Dormagen.

Die HSG Nordhorn verpasste zu Hause die Chance zu klettern und fällt nach dem packenden 28:28 (18:17) über den SC Magdeburg auf Platz vier.

Zweiter Sieg für Melsungen

Die Rhein-Neckar Löwen verbesserten sich durch den ungefährdeten 36:27 (17:14)-Erfolg bei GWD Minden auf den achten Tabellenplatz. Mariusz Jurasik war mit sechs Toren bester Schütze der Badener, für die Gäste war Moritz Jurasik siebenmal erfolgreich.

Im Kellerduell gegen den zuvor punktgleichen Vorletzten Stralsunder HV schaffte die MT Melsungen den zweiten Saisonsieg. Beim 37:32 (17:15) ragte Savas Karipidis mit 14 Toren heraus.

Der finanziell ums Überleben kämpfende TuSEM Essen musste sich bei HBW Balingen-Weilstetten mit 30:31 (14:13) geschlagen geben und bleibt mit 0:18 Punkten Schlusslicht.

Das wieder erstarkte Frisch Auf Göppingen bleibt nach einem 32:28 (15:12) gegen den TV Großwallstadt oben dran.

Jansens tolle Serie

Die Hamburger erwischten vor 7800 Zuschauern im Gerry-Weber-Stadion den besseren Start - besonders Torsten Jansen, der die ersten sechs Tore für die Gäste erzielte.

Nach den Führungen von 5:2, 7:4 und 8:5 (19.) konnte sich vor der Pause kein Team mehr mit mehr als zwei Toren absetzen.

Die Disqualifikation von Guillaume Gille war ein Schock für den HSV, knapp vier Minuten später hatten die zuvor ungeschlagenen Lemgoer durch Logi Geirsson zum 8:8 ausgeglichen.

Die Antwort nach dem Ausgleich

Der TBV aber kam nach dem Seitenwechsel nur zweimal zum Ausgleich: beim 15:15 und nach drei Toren hintereinander zum 25:25 (50.).

Die Hanseaten hatten die richtige Antwort: Krzysztof Lijewski und zweimal Bertrand Gille holten den vorentscheidenden Vorsprung heraus.

Neben Toto Jansen (neun Tore) tat sich beim HSV Bertrand Gille (sieben) hervor. Sieben Tore erzielte auch Lemgos Rolf Hermann.

Glandorf rettet Remis

Auch im Nordhorner Euregium war die Partie hart umkämpft. Die Magdeburger führten nach Christian Sprengers Tor 14:12 (23.) und bogen auch den 16:18-Rückstand kurz vor der Pause um.

Fabian van Olphen erzielte knapp 18 Minuten vor dem Ende mit seinem dritten Tor das 24:22 für die "Gladiatoren". Auch vier Minuten vor der Schlusssirene führten sie noch mit zwei Treffern (27:25).

Nationalspieler Holger Glandorf sorgte aber mit seinem zehnten Tor zumindest für das Remis, für Magdeburg traf Sprenger neunmal.

Christiansen tadellos

Keine Probleme hatten die Flensburger mit Dormagen. In der Campushalle warfen Lasse Svan Hansen und Lars Christiansen mit jeweils sechs Treffern den Sieben-Tore-Vorsprung zur Pause heraus.

Svan Hansen bescherte den Gastgebern in der 36. Minute die erste zweistellige Führung (25:15), auch danach ließ die SG nicht locker.

Christiansen, der all seine vier Siebenmeter verwandelte, war mit neun Toren auch bester Werfer der Partie.

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