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Bobby Schagen (vorn) erzielte in dieser Saison 32 Tore in 18 Spielen für Dormagen © imago

Dormagen geht mit Vorsprung ins Relegations-Rückspiel beim TV Emsdetten. Oranje-Außen Bobby Schagen will davon nichts wissen.

Von Michael Spandern

München - Der letzte Vorhang fällt: Im Relegations-Rückspiel zwischen dem TV Emsdetten und dem TSV Dormagen sucht die HBL am Samstag (Sa., 18.55 Uhr im LIVESTREAM) ihren 18. Erstligisten für die neue Saison.

Nach dem 27:23 vom vorigen Wochenende nehmen die Dormagener einen Vier-Tore-Vorsprung mit nach Münster, wohin der Zweitliga-Dritte ausweicht.

Doch das blendet TSV-Rechtsaußen Bobby Schagen aus: "In der Relegation gibt es keinen Vorsprung. Es fängt wieder bei Null an", drängt der 20-Jährige bei SPORT1.de auf ein Spiel auf Sieg. "Erst fünf Minuten vor Schluss können wir schauen, ob wir uns eine Niederlage leisten können."

Im Anschluss nach Austria

Die Rheinländer sind selten schlimm gebeutelt. Kapitän Florian Wisotzki, Tobias Plaz und der Grieche Dinos Chantziaras fehlen seit geraumer Zeit verletzt, am Samstag fällt zudem Spyros Balomenos aus, der für Griechenland in den WM-Playoffs gegen Deutschland antritt.

Die Ausscheidungsspiele für die WM-Playoffs kommen auch Schagen und einem niederländischen Landsmann Michiel Lochtenbergh in die Quere.

Sie treten gleich im Anschluss für das schier aussichtslose Unterfangen nach Österreich weiterreisen, mit dem Oranje-Team das 15:31 aus dem Hinspiel wettzumachen.

TSV-Manager: "Wir sind taktisch stärker"

"Klar ist es wichtig, für sein Land zu spielen, aber für Dormagen ist es das wichtigste Spiel der Saison", macht Schagen klar, dass er keinen Schongang einlegt, auch wenn sein Weggang zum Zweitligisten HSG Nordhorn feststeht. (Alle Handball-News)

"Alle Jungs haben ein blau-weißes Herz", betont TSV-Manager Thomas Dröge. Und legt mit Blick auf Emsdetten nach: "Wir haben sicher das größere Kämpferherz."

Zudem seien die Dormagener "in taktischer Hinsicht stärker als unser Gegner".

Ungetrübtes Selbstvertrauen

Schagen, im Hinspiel bester Feldtorschütze des Bundesliga-16., mag da nicht widersprechen. "Die Chance ist groß, aber wir müssen darum kämpfen."

Dass der erste Sieg nach rund drei Monaten dem Selbstvertrauen einen Schub gegeben habe, meint er jedoch nicht. "Nein, wir wussten, dass wir es können und haben ja auch gut gespielt", weist er auf das Unentschieden gegen Magdeburg und die knappen Niederlagen in Lemgo und gegen Flensburg hin.

Er glaubt zudem, dass sein Team auch den Ausfall des abwehrstarken Balomenos kompensieren werden: "Er ist ein wichtiger Spieler, aber wir haben das Selbstvertrauen, dass wir es auch ohne ihn schaffen können."

Letztes TVE-Spiel unter Walther

Der TVE um den Ex-Dormagener Matthias Aschenbroich setzt auf die Anfeuerung von rund 3500 Zuschauern in der Halle Berg Fidel ? und auf eine Steigerung gegenüber der Vorwoche.

"Man kann man nicht zwei Mal so schlecht spielen wie im Hinspiel", sagt Lars Walther. Der Trainer steht zum letzten Mal für Emsdetten an der Seitenlinie. Danach zieht es ihn zum polnischen Erstligisten Wisla Plock. Sein Nachfolger wird der Isländer Patrekur Johannesson.

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