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Marcin Lijewski (r.) verzichtet vorerst aufs Nationalteam © imago

Nach vier Auswärtssiegen in Folge ist Trainer Martin Schwalb obenauf und sagt: "Ich möchte noch 30 Jahre Trainer des HSV sein!"

Von Maximilian von Harsdorf

München - Vor zwei Wochen sah das alles noch ganz anders aus: Nach dem Remis, das sich der HSV zu Hause gegen die Füchse Berlin leisteten, mussten die Hamburger ihre Ambitionen auf die Meisterschaft praktisch aufgeben.

Und der Trainer geriet in die Schusslinie. Die Entlassung von Coach Martin Schwalb schien nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

Doch nach vier Auswärtssiegen in Folge ist die Stimmung an der Elbe wieder umgekippt. Und nach der 36:27-Gala im Pokal beim TV Großwallstadt sah Schwalb gleich die Zeit für einen Treueschwur gekommen: Ich möchte noch 30 Jahre Trainer des HSV sein!", sagte der 45-Jährige der "Hamburger Morgenpost".

Final Four zwei Siege entfernt

Zwar ist der Rückstand der Hanseaten (9:7 Punkte) auf Bundesliga-Spitzenreiter THW Kiel (17:1) nach wie vor beträchtlich. Aber in den anderen beiden Wettbewerben ist die Ausbeute des HSV tadellos - auch ohne den noch am Knie verletzten Nationalspieler Pascal Hens im Rückraum.

In der Champions League führt der HSV die Gruppe D mit drei Siegen aus drei Spielen an. Im DHB-Pokal gelang nicht nur die Revanche für die Liga-Pleite beim TVG vier Wochen zuvor. Das Final Four in der heimischen Arena ist nun nur noch zwei Siege entfernt.

Wie das gesamte Umfeld, blickt auch Schwalb wieder positiv in die Zukunft: "Wie die Jungs dem großen Druck standgehalten haben und wie sie jetzt zusammenspielen, macht einfach Spaß."

Gestärkt aus der Krise

Der Mann, der die Hamburger in seiner dreijährigen Amtszeit schon zu Pokal- und Europapokalsieg geführt hat, geht gestärkt aus der ersten Krise seiner Amtszeit hervor.

Beim Aufeinandertreffen mit dem Tabellenfünften FA Göppingen am Samstag (19 Uhr LIVESCORES) erwartet die Hanseaten jetzt, nach zuletzt vier Auswärtsspielen in Serie, mal wieder ein Heimspiel.

Schwalb und sein Team können sich sicher sein, dass die Fans wieder wie eine Wand hinter ihnen stehen werden. Beim Spiel gegen die Füchse sah das noch ganz anders aus.

Um sich ganz auf die Spiel mit dem HSV konzentrieren zu können und um dem zusätzlichen Kräfteverschleiß vorzubeugen, hat jetzt nach dem dranzösischen Olympiasieger Bertrand Gille auch der polnische Vize-Weltmeister Marcin Lijewski seinen zeitweisen Abschied aus der Nationalmannschaft erklärt.

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