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Per Carlen kam 2008 von IFK Malmö zu Flensburg-Handewitt © getty

Per Carlen wird laut einem Medienbericht Martin Schwalb als HSV-Coach beerben. Und: Er soll Sohn Oscar gleich mitbringen.

Von Martin Hoffmann

München - Der Paukenschlag vom Montag ist noch nicht verklungen, schon deutet sich der nächste an.

Nachdem der HSV Hamburg Martin Schwalbs Wechsel vom Trainer- in den Geschäftsführer-Job im kommenden Jahr und den gleichzeitigen Rückzug von Präsident Andreas Rudolph bestätigt hat, gibt es die nächsten heißen Neuigkeiten aus der Hansestadt.

Demnach soll Schwalbs Nachfolger als Trainer der Flensburger Coach Per Carlen werden, wie die "Mopo" berichtet. Der Schwede sei sich mit dem HSV auch schon einig.

Und: Carlen werde auch gleich seinen Sohn Oscar mitbringen.

Kein Dementi

HSV-Sprecher Christian Pöhls wollte die Meldung auf SPORT1-Nachfrage weder bestätigen noch dementieren.

"Sobald wir eine Entscheidung getroffen haben, die wir bekanntgeben wollen, werden wir das tun", erklärt er - ohne explizit dem weit verbreiteten Eindruck zu widersprechen, dass die Trainerentscheidung schon gefällt sei.

Duschebajew offenbar zu teuer

Zunächst war Talant Duschebajew, der Trainer des Champions-League-Finalisten Ciudad Real, als Favorit gehandelt worden.

Laut "Mopo" wurde der beim HSV zwar diskutiert, aber wieder verworfen ? unter anderem, weil er wohl zu teuer wäre.

Oscar Carlen soll Krzysztof Lijewski beerben

Der 50 Jahre alte Per Carlen hat die Flensburger im Jahr 2008 übernommen und in der vergangenen Saison auf Platz drei und in die Champions League geführt.

Sein 22 Jahre alter Spross Oscar ist schon länger auf dem Wunschzettel der Großklubs.

Er soll im rechten Rückraum der Hamburger Krzysztof Lijewski beerben, der 2011 zu den Rhein-Neckar Löwen geht. (126233DIASHOW: Handball-Wechselbörse)

Rudolph dreht den Geldhahn ab

Schwalbs Nachfolger wird in der Ära nach nach Rudolph wohl unter schwierigeren Bedingungen zurechtkommen müssen.

Denn auch wenn Rudolph nicht ganz aus der Welt sein wird und Gesellschafter der Spielbetriebs-GmbH bleiben wird: Laut "Mopo" hat er zu verstehen gegeben, dass er sein finanzielles Engagement für den Klub deutlich einschränken wird.

Rudolph soll seit 2004 über 20 Millionen Euro in den Verein gesteckt haben - aus eigener Tasche und über die Sponsoring-Aktivitäten seiner Firma.

Der Luxus-Etat der vergangenen Jahre - offiziell zwischen 7,5 und acht Millionen Euro pendelnd - wird schmelzen müssen, Star-Einkäufe dürften künftig schwieriger werden.

Schwalb: "Eine Riesenchance"

Rudolphs designierter Nachfolger Dierk Schmäschke und Schwalb werden vor vertrackten Aufgaben stehen.

Aber Schwalb freut sich auf den neuen Job: "Für mich ist das eine Riesenchance und eine große Herausforderung", erklärt er in der "Mopo": "Ich will dem HSV etwas zurückgeben, den Klub weiterentwickeln und meine sportliche Kompetenz miteinbringen."

Seine "kaufmännischen Grundkenntnisse" müsse er bis zum Antritt seines neuen Jobs "auffrischen", aber: "Für den Zahlenkram haben wir ja auch Spezialisten im Verein."

Dem neuen Coach will er mit Rat und Tat zur Seite stehen, aber auch "auf den Tisch hauen, wenn es nötig ist".

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