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Karol Bielecki kam 2007 aus Magdeburg zu den Löwen © getty

Sechs Wochen, nachdem er auf dem linken Auge erblindet ist, feiert der Rückraumspieler sein Comeback - und macht das erste Tor.

Von Martin Hoffmann

München - Sechs Wochen erst ist es her, dass Karol Bielecki bei einem Sportunfall auf dem linken Auge erblindet ist.

Nun hat der Pole schon sein Comeback gefeiert.

Der 28-Jährige lief für die Rhein-Neckar Löwen in einem Testspiel gegen den Drittligisten TSB Horkheim auf ? und sein Auftritt bei dem 35:27-Sieg weckte Hoffnungen, dass es klappen kann mit der schwierigen Aufgabe, auf Top-Niveau noch mitzuhalten.

"Ich sehe keinen Unterschied", fand Keeper Henning Fritz (126233DIASHOW: Handball-Wechselbörse).

Das erste Tor

Bielecki begann seine Comeback-Story auf die bestmögliche Art und Weise.

Das Rückraum-Ass erzielte unter großem Jubel das erste Tor der Begegnung. "Das war ein großer Moment", freute sich Löwen-Manager Thorsten Storm: "Karol hat in den letzten Wochen großen Willen gezeigt. Er will es unbedingt schaffen"

Bei dem blieb es zwar, aber Bielecki hinterließ in der ersten Hälfte, in der er durchspielte, einen ordentlichen Eindruck: Er legte noch drei Tore vor und traf zweimal den Pfosten.

"Karol braucht solche Spiele wie heute", meinte Trainer Ola Lindgren.

"Chance ergreifen"

Bielecki war bei einem Länderspiel gegen Kroatien in einem Zweikampf so schwer am Auge getroffen worden, dass er trotz mehrerer Operationen seine Sehkraft verlor.

Dennoch will er seine Karriere nicht aufgeben und um seinen Platz kämpfen: "Ich weiß, ich habe eine Chance, die will ich auch ergreifen."

Größte Schwierigkeit für Bielecki ist die räumliche und periphere Sehkraft, die er sich mit nur einem funktionierenden Auge erst wieder aneignen muss.

"Karol hat gezeigt, dass er keine Extrawurst will", lobte Storm Bieleckis Comeback-Eifer. Der Manager wagt aber nicht abzuschätzen, ob sein Schützling tatsächlich wieder zu alter Klasse finden wird: "Man muss abwarten, ob er es wieder bis dorthin schafft."

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