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Anders Eggert hat seit 2006 98 Spiele für Flensburg (411/203 Tore) absolviert © getty

Auftakt in die Saison: Flensburg tritt im ersten Spiel nach der Ära Christiansen mit einem gehandicapten Eggert in Wetzlar an.

Von Julian Meißner

München - Sein erstes Pflichtspiel für die SG Flensburg-Handewitt nach der Ära Lars Christiansen hat sich Anders Eggert sicher anders vorgestellt.

Eggert, Landsmann der nach 14 Jahren Bundesliga in seine Heimat zurückgekehrten SG-Legende Christiansen, fährt zwar mit nach Wetzlar zum Auftaktspiel der neuen Saison in der Toyota HBL (Mi., ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und LIVESCORES).

Doch aufgrund von Wadenproblemen wird er allenfalls bei Siebenmetern eingreifen können - und so nicht seinen Status als neue Nummer eins auf Linksaußen untermauern können.

Fahlgren auf den Flügel

Stattdessen schickt Trainer Per Carlen Aufbauspieler Patrik Fahlgren auf den linken Flügel, was für den schwedischen Coach aber kein großes Problem ist, ganz im Gegenteil.

"Die sechs Wochen Vorbereitung sind super gelaufen, alles hat gut geklappt und wir sind gut gerüstet", frohlockt Carlen.

Wirbel um Coach Carlen

Einziger echter Wermutstropfen im Sommer, in dem die SG alle elf Testspiele gewann, war der Wirbel um den Trainer selbst.

Hamburger Medien hatten als perfekt vermeldet, dass Carlen 2011 den Job von Martin Schwalb beim HSV übernehme und seinen Sohn Oscar mit im Gepäck haben werde. Beide Seiten dementierten, Carlen war sogar richtig sauer und sprach von "totalem Quatsch".

Er wolle "den Oktober in Ruhe verstreichen lassen" und erst dann mit Präsident Frerich Eilts und Geschäftsführer Holger Kaiser über die Zukunft sprechen, ließ er zuletzt verlauten.

SG peilt Rang vier an

Nach der überraschend starken Vorjahressaison verkündete Sportchef Ljubomir Vranjes zur Zielsetzung: "Wir wollen die Top vier erreichen." 2010 hatte man mindestens Fünfter werden wollen, am Ende sprang sogar der dritte Rang noch vor den Rhein-Neckar Löwen heraus.

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Personell kann Carlen nahezu aus dem Vollen schöpfen. Neben Eggert fällt nur der langzeitverletzte Kreisläufer Michael Knudsen (Knie) aus.

Als namhafteste Neuzugänge stehen Rückraum-Routinier Viktor Szilagyi (VfL Gummersbach) und Linkshänder Tamas Mocsai (TBV Lemgo) im Kader.

Wetzlar sieht sich gut gerüstet

Gegner HSG erwartet Carlen "deutlich besser" als in der Vorsaison. "Wetzlar drückt mehr aufs Tempo und versucht, über den Tempogegenstoß zum Erfolg zu kommen", so der Weltmeister von 1990.

Auch die Hessen sehen sich gut gerüstet für die neue Saison.

"Wir haben die Neuzugänge schnell integriert, intensiv trainiert und zum Teil sehr gute Ergebnisse erzielt. Deshalb können wir voller Selbstvertrauen und ohne Angst in das Flensburg-Spiel gehen", sagt Trainer Michael Roth.

HSG setzt auf Youngster Fäth

Zu den Neuen in seinem Team zählt DHB-Junior Steffen Fäth (20), der zusammen mit Philipp Müller den Abgang von Sven-Sören Christophersen (Füchse Berlin) kompensieren soll.

Zudem hat die HSG mit Kari Kristjan Kristjansson aus Island einen neuen Kreisläufer, der Slowake Milos Hacko kam für die Torhüterposition.

"Wir treten an, um zu gewinnen", stellte Timo Salzer, Kapitän des 13. der vergangenen Saison, klar: "Das wird gegen ein Spitzenteam wie Flensburg sehr schwer werden, aber mit Hilfe unserer Zuschauer ist alles möglich."

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