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Michael Kraus (l.) erzielte beim Supercup-Sieg zwei Tore für Hamburg © getty

Im Interview mit SPORT1 spricht Michael Kraus über den Supercup, den Liga-Auftakt in Göppingen und seine Rolle im Team.

Von Julian Meißner

München - Der Einstand von Michael Kraus bei seinem neuen Klub darf als gelungen bezeichnet werden.

Im ersten Pflichtspiel des ehemaligen Nationalmannschaftskapitäns für den HSV Hamburg setzten die Hanseaten kurz vor dem Auftakt in der Toyota HBL ein Ausrufezeichen.

Das Team von Trainer Martin Schwalb besiegte Rekordmeister Kiel in München knapp, aber verdient mit 27:26 (13:11).

Hamburg untermauerte damit die klar formulierten Titelziele und zeigte sich gerüstet für den Liga-Start in Göppingen (Sa., 20.15 Uhr im SPORT1-LIVESTREAM).

Im Interview mit SPORT1 spricht Kraus über seine Rückkehr in die schwäbische Heimat, seine Rolle im Team und den ersten Titelgewinn mit den Hamburgern.

SPORT1: Herr Kraus, in Ihrem ersten Pflichtspiel für den HSV gab es gleich den ersten Pokal. Ein Titel für den Briefkopf oder fürs Selbstbewusstsein vor dem Liga-Auftakt?

Michael Kraus: Sicherlich beides. Für unser Selbstbewusstsein ist dieser Sieg natürlich Gold wert. Wir können erhobenen Hauptes in das Spiel gegen Göppingen gehen, auch wenn das eine richtig harte Aufgabe wird. Wir sind nach der Niederlage im letzten Jahr gewarnt.

SPORT1: Ist das Spiel für Sie als Ex-Göppinger noch etwas Besonderes?

Kraus: Nein, nicht mehr. Ich bin jetzt schon über drei Jahre weg von dort, mit einigen Spielern habe ich gar nicht mehr zusammengespielt. Ich spiele natürlich immer gerne in Göppingen und kenne die halbe Halle mit Vornamen, aber besonders aufgeregt bin nicht mehr.

SPORT1: Was lief schon gut beim Sieg gegen den THW?

Kraus: Natürlich in erster Linie, dass wir gewonnen haben? Über weite Strecken hat zudem die 3:2:1-Deckung sehr gut funktioniert, damit hatten wir ein Überraschungsmoment auf unserer Seite. Insgesamt können wir auf dieser Leistung auf jeden Fall aufbauen.

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SPORT1: Auch 2009 gewann der HSV den Supercup, am Ende reichte es dann "nur" noch zum DHB-Pokalsieg. Ein schlechtes Omen?

Kraus: Auf keinen Fall. Einen Titel zu gewinnen, ist immer eine tolle Sache. Wir haben die Angelegenheit auch richtig ernst genommen - wie der THW übrigens auch.

SPORT1: Nach Krzysztof Lijewskis Verletzung verfügt der HSV-Rückraum nur noch über einen Linkshänder. Werden Sie nun vermehrt auf der rechten Seite auftauchen?

Kraus: Wir haben mehrere Spieler, die Rückraum rechts spielen können. Aber ich habe damit auch überhaupt kein Problem, so lange ich dem Team helfen kann. Handball ist keine One-Man-Show, sondern ein Mannschaftssport.

SPORT1: Wie ist die Eingewöhnung gelaufen, nachdem Sie ja doch recht spät zur Mannschaft kamen?

Kraus: Sehr gut, das war wirklich der Hammer. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Ich fühle mich, als würde ich schon seit Jahren hier spielen.

SPORT1: Wie kommt's?

Kraus: Das ist der Mannschaft anzurechnen, die es mir sehr einfach macht. Es ist eine sehr gefestigte Truppe mit Supertypen. Mir macht es hier großen Spaß.

SPORT1: Blazenko Lackovic sagte, der HSV wolle dieses Jahr in allen drei Wettbewerben angreifen. Was haben Sie sich vorgenommen?

Kraus: Die Aussage kann ich voll und ganz unterschreiben. Mehr gibt es dazu eigentlich auch nicht zu sagen.

SPORT1: Liegt auf der Meisterschaft ein besonderer Fokus?

Kraus: Nein. Wir möchten natürlich Titel einfahren, wissen aber, dass gerade für die Meisterschaft alles passen muss. Jetzt hoffen wir, dass wir von weiteren Verletzungen verschont bleiben um dann voll anzugreifen.

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